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memmingen-für die Eispiraten waren die Indians zu stark
Der ECDC Memmingen als Oberligist war gestern Abend bei seinem 7:2 (2:0, 3:1, 2:1) für die ersatzgeschwächten Eispiraten des ESC Dorfen eine Nummer zu groß. Immerhin - Blitzneuzugang Jaroslav Sarsok schoss beide Treffer und wurde zum ESC-Spieler des Abends gekürt.

Das war also John Samanskis Plan: der aus Germering gekommene tschechische Verteidiger-Hühne rückte in die Sturmreihe mit Florian Brenninger und Trevor Hills als 1:1-Ersatz für Lukas Miculka. Memmingen hatte einige der zuletzt fehlenden dabei, brauchte aber einige Zeit, um die sicher verteidigenden Eispiraten in Nöte zu bringen. Was aufs Tor kam- es waren zunächst meist Gewaltschüsse der Verteidiger Jan Benda und Martin Jainz – pflückte Keeper Kevin Yeingst sicher weg. Die Topchance schlechthin hatte Jan Kouba nach 9 Minuten, kam aber auch an Yeingst nicht vorbei.
Dorfen erarbeitete sich ein paar Konterchancen, wirkte aber in seinen Bemühungen etwas zu zaghaft. Nach 5 Minuten hatte Ernst Findeis eine hervorragende Einschussmöglichkeit, kam aber an der „Wand“ Jochen Vollmer im Indians-Tor nicht vorbei. Ab Mitte dieses ersten Drittels wurde der Memminger Druck immer größer. Als Verteidiger Florian Mayer als letzter Mann an einen Steilpass von Marc Stotz nicht mehr rankam, konnte der 21-jährige Lette Kirils Galoha zum 1:0 (18. Min.). davonziehen. Die Indians legten noch vor der Pause in Überzahl durch Patrik Beck zum 2:0 nach.
Die Indians brachten noch eine Reststrafzeit mit ins zweite Drittel, aber mehr als ein Schusschance von Hills brachten die Eispiraten nicht zustande. Wesentlich mehr Mühe hatte Vollmer zwei Minuten später mit einem abgefälschten Göttlicher-Schuss. Gut 4 Minuten waren gespielt, da marschierte der nächste Indianer auf die Strafbank. Jetzt zogen die Eispiraten ein richtig starkes Powerplay auf. Die Königschance von Mark Waldhausen entschärfte Vollmer mit einem Klassesave. Wieder komplett, übernahmen die Indians das Kommando. Drei Chancen innerhalb weniger Sekunden – Milan Pfalzer veredelte Nr. 3 zum 3:0 (30.). Wie ein Fußballtorhüter musste sich Yeingst dann in einen Piskor-Schuss werfen. Als Galoha mit einem Zaubertrick für Eddy Rinke-Leitans auflegte, hieß es 4:0 (32.) Als Zauberer Galoha nur durch ein Foul zu bremsen war, nützte Daniel Huhn die Überzahl zum 5:0. Mit einem Mann mehr präsentierte sich auch der ESC stark und Neuzugang Sarsok gelang mit einem trockenen Schuss sein erster Treffer im ESC-Trikot (Hills, Fl. Brenninger).
Für den Schlussabschnitt war klar: dieses Spiel wird sich Memmingen vor dieser Oberligakulisse mit fast 1500 Zuschauern nicht mehr nehmen lassen. Der lettische Zauberkünstler Galocha legte per Rückhand ins Kreuzeck das 6:1(45.) nach. Die Eispiraten antworteten schnell und wieder war es Sarsok, der nach Brenninger-Zuspiel zum 2:6 traf (46.). Beim ESC häuften sich die Strafminuten und eine solche bestrafte Beck, als er eine Benda-Granate abfälschte, zum 7:2 (53.). Ein starker Yeingst im Tor verhinderte bis zum Schluss Schlimmeres.
Statistik: 1:0 (18.) Galoha (Stotz), 2:0 (19.) Beck (Dominik Piskor, Jan Kouba / 5-4), 3:0 (30.) Pfalzer (Gregor Koubail, Kouba), 4:0 (32.) Rinke-Leitans (Huhn, Galoha), 5:0 (37.) Huhn (Galoha / 5-4), 5:1 (39.) Sarsok (Hills, Fl. Brenninger / 5-4), 6:1 (45.) Galoha (Rinke-Leitans), 6:2 (46.) Sarsok (Fl. Brenninger), 7:2 (53.) Beck (Benda / 5-4), HSR: Dominik Merath; Strafminuten: ECDC 8 / ESC 18; Zuschauer: 1456

Geschrieben von Helmut Findelsberger