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eispiraten 120- Ein 2:0 und dieser Torhüter – das war fast schon der Sieg für Memmingen
- Gegen Passau kein Glück und auch ein sehr starker Gäste-Torhüter

Mit Blitzneuzugang Jaroslav Sarsok starteten die Eispiraten des ESC Dorfen nach Memmingen und in das zweite Wochenende Ober/ Bayernligaverzahnungsrunde, das mit zwei Niederlagen endete.

Der Neue musste als gelernter Verteidiger dorthin wo die Not nach dem Saisonaus des Sturmduos Lukas Miculka/Mario Sorsak am größten war.
Der 27-jährige Weltenbummler kam aus Germering. Davor spielte er in England, in der slowakischen 1. Liga, in Polens Extraliga, zwei Jahre in Schweden und je ein Jahr in Moldawien und für Poprad (SVK) in der KHL. Ausgebildet wurde er in Budweis wie der Ex-Waldkraiburger Jakub Marek, der jetztige Löwe Thomas Rousek oder der Geretsrieder Vladimir Zvonik.
Zum Einstand traf Sarsok zu den beiden einzigen ESC-Treffern und wurde zum ESC-Spieler des Abends gekürt. „7:2 sagt alles“ musste Trainer John Samanski bei der Pressekonferenz zugeben. Nachdem seine Mannschaft defensiv sehr gut angefangen hatte, war der Memminger Doppelschlag kurz vor der ersten Pause schon vorentscheidend: „Ein 2:0 und dieser Torwart – das war schon fast der Sieg“. Der 37-jährige Jochen „Joey“ Vollmer, Ex-DEL-Goalie des EHC München, ist mit seinen 1.89 m und 91 kg einfach eine Wand. Memmingens Coach Waldemar Dietrich durfte zu Beginn der Pressekonferenz erstmal Glückwünsche entgegennehmen, weil er kürzlich Vater geworden war. Das Spiel sah er „als gar nicht so einfach an“. Für die kommenden Spiele zeigte er sich optimistisch, „da allmählich auch die letzten aus dem Verletztenlager zurückkommen“.
Passaus Keeper Patrick Vetter hat mit 183 cm und 78 kg nicht diese Maße. Für die Eispiraten war er am Sonntagabend bei der 2:4-Heimniederlage lange Zeit unüberwindbar. Der 30-jährige gebürtige Memminger ist nach drei Spielzeiten in Waldkraiburg die zweite Saison in Passau – ein DEL-Spiel mit Krefeld hat er auch aufzuweisen. In ihm sah auch Passaus Trainer Ivan Horak einen der Erfolgsfaktoren. „Das letzte Mal als wir hier waren, waren meine Spieler wie Kanarienvögel. Heute haben sie gekämpft und sind geflogen wie richtige Habichte.“ Er hatte die 3:7-Niederlage vom Saisonanfang noch nicht vergessen. Er bestätigte, dass „man auch viel Glück gehabt habe“, doch von seiner dezimierten Mannschaft „ist er immer mehr fasziniert“.
„Wir haben 47 Minuten für das erste Tor gebraucht, das darf nicht passieren“ so der ESC-Coach. Er hielt „seinen Jungs“ zugute, dass sie auch kein Glück hatten. „Jetzt sind sie richtig down“ sagte er in der Pressekonferenz. Passaus Torhüter Vetter bestätigte er auch „einen excellenten Tag“., Für das letzte Drittel hatte er mit Simon von Fraunberg für Kevin Yeingst im Tor noch versucht, neue Impulse zu wecken, denn mit der Leistung von Yeingst hatte dies nichts zu tun. Der hatte stark gehalten, ebenso wie der 22-jährige von Fraunberg bei Passaus Kontern. Drei Minuten vor Schluss hatte in Überzahl Ernst Findeis die leere linke Torhälfte zum Ausgleichstreffer vor sich. Keeper und Verteidiger konnten sich noch in den Schuss werfen.

Fotos von Dominik Findelsberger

 

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Kurz vor Ende des zweiten Drittels ging dieser Abstauber von Jaroslav Sarsok (Nr. 17) hinterm Torhüter noch am Tor vorbeiging.

 

 

Statt zum Ausgleichstreffer im vorher halbleeren Tor landete dieser Schuss von Ernst Findeis in den Beinen des sich noch reinschmeißenden Verteidigers und seines Torhüters

Geschrieben von Helmut Findelberger