Neben den Mitgliedern konnte Emil Rudolf am Donnerstagabend in der Stadiongaststätte den Zweiten Bürgermeister Günther Drobilitsch, Altbürgermeister und Kreisrat Josef Sterr, den BLSV-Kreisvorsitzenden Adi Maier, die Ehrenpräsidenten Hans Streibl und Anton Piegendorfer sowie die Ehrenmitglieder Eduard Seisenberger und Wilfried Kellner begrüßen.


Eine Änderung der Tagesordnung musste dann Versammlung genehmigen. Auf Wunsch Adi Maiers wurde eine ganz besondere Ehrung vorgezogen. „50 Jahre ESC sind auch 50 Jahre Georg Brennauer“ sagte Rudolf und führte Brennauers Werdegang beim ESC auf. „Vom ersten Tag an war er mit dabei und vorne dran als Schriftführer, Werbebeauftragter, Chronist, Fotograf und Reporter in 50 Jahren präsidialer Tätigkeit“ so Rudolf.
BLSV-Mann Maier zählte dann auf: Gründungsmitglied der Eishockeysparte des TSV Dorfen 1963, ESC-Gründungsmitglied 1967, Eishockey-Abteilungsleiter bei der ersten Stadioneröffnung 1971, zwei Jahre später Jugendleiter, Gründungsmitglied des Post SV und des Skiclubs Dorfen, Spieler und Jugendtrainer im Tischtennis des Post SV in über 500 Einsätzen, Ehrenmitglied des Post SV, Punktezähler und Stadionsprecher beim ESC sowie Träger der Goldenen Ehrennadel des ESC und des BLSV. Für 50 Jahre Ehrenamt, das erste Mal im Landkreis Erding so Maier, wurde Brennauer die BLSV-Verdienstnadel in Gold mit Brillanten und Großem Kreuz vom BLSV-Kreisvorsitzenden verliehen.
Der ESC-Chef hatte eingangs schon zu Brennauer gesagt, dass „ihn der ESC jung hält und es einen besseren Jungbrunnen gar nicht gibt“. „Schorsch“ Brennauer bestätigte, das „der ESC Dorfen für ihn der beste Virus sei und die fünf Jahrzehnte ihn wirklich jung gehalten hätten“.
Für seine Verdienste in den letzten fünf Jahrzehnten für den Eissport in Bayern überreichte Adi Maier auch dem ESC Dorfen eine Urkunde.
Der ESC wurde heuer Fünfzig und so blickte auch Emil Rudolf auf die „Gründung unter einem energiegeladenen Visionär wie seinem Vater“ zurück. Er führte die wichtigsten und kostspieligsten Maßnahmen ab 1971 auf, nachdem bis dahin an diesem Platz nur eine feuchte Wiese und der Natureislaufplatz auf dem jetzigen Volksfestplatz waren. 1981 wurde für 1,9 Mio. DM das Zeltdach darüber gespannt, 1992 und 2000 für 2,5 Mio. Euro der Kabinentrakt erstellt. 2004 wurde in rekordverdächtiger Zeit der Bau der isloierten Halle für 2,4 Mio. Euro umgesetzt. Weitere nicht so öffentlich wirksame Maßnahmen wie Beheizung der Grundschule Mühlanger, der Wärmetausche für das Schwimmbad, neue Tribünen und Eisbereitungsmaschine, die Photovoltaikanlage – all das belief sich auf rund eine halbe Million und „der Umweltschutz sowie bewusster Umgang mit der Energie war immer ein wichtiger Leitfaden“ so Rudolf.
Nicht nur diese Rekordsummen waren zu stemmen, auch der Betrieb im Eisstadion war am Laufen zu halten. „Der ESC schafft das“ und dafür bedankte sich der ESC-Chef bei Landkreis und Stadt für Zuschüsse sowie für die großzügige Unterstützung durch seine Sponsoren.
Rudolf beschrieb den ESC auch als eine nicht mehr wegzudenkende Institution Dorfens mit der vereinseigenen Halle, die den Namen des Gründungspräsidenten trägt. Fast 50 Prozent der Stadionbelegung betreffen den Nachwuchs, „mit Eishockey präsentieren wir Dorfen bayernweit und mit Eisstock und Eiskunstlauf sogar deutschlandweit“. Autoschau und Volksfest sind beheimatet auf dem ESC-Arreal und da richtete Rudolf einen Appell an die Statd, das „Volksfest größer und attraktiver zu machen“.
Auf anstehende Investitionen ging Rudolf auch ein. Neue Fenster der Umkleidekabinen und Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie eine neue Sprecherkabine sollen bis 2018 geschafft werden. Für 2019 ist eine Optimierung der Energieversorgung durch BHKW oder Fernwärme geplant. An den scheidenden Eishockeychef Josef Jung und seinen Nachfolger Manfred Detterbeck gewandt meinte er: „wenn ihr 50 Prozent der geschätzten Kosten von 80.000 Euro über Spenden generiert, dann gibt es auch eine neue Bande“.
Dann war auch schon Schatzkanzler Gerd Buchholz an der Reihe. 467.000 Euro Einnahmen standen 446.000 Euro Ausgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber. 122.000 Euro für den stadion- sowie 225.000 Euro für kompletten spielbetrieb waren die größten Kostenpunkte. Buchholz, den Rudolf „als unsren Schäuble“ bezeichnete, ist nun 10 Jahre dabei und „vor 10 Jahren hatten wir 720.000 Euro Schulden, jetzt sind es 510.000 Euro“.
Von einem nötig gewordenen „Werbe- und Aufnahmestopp“ berichtete Ulla Liebert, Abteilungsleiterin von „Fit & Fetzig ab Sechzig“. Sie bedankte sich auch bei Emil Rudolf für seine Vorträge und möchte dies mit ihm natürlich fortführen.
Ihren letzten Bericht lieferte Rebecca Lüerßen für die Abteilung Eiskunstlauf ab, da es beruflich bedingt nicht mehr geht. Die Teilnahme an 10 überregionalen Wettbewerben, drei Qualifikationen für die Bayerische Meisterschaft, das alle zwei Jahre stattfindende Schaulaufen am 1. Januar unter dem Motto „30 Jahre Eiskunstlauf“ und der Stadtpokal mit 187 Meldungen im Februar waren die Saisonhöhepunkte. Den Saisonausblick übernahm Lüerßens Nachfolgerin Mareen Traut. Ein Höhepunkt wird der Stadtpokal am 24. Februar als Gradmesser kurz vor den Bayerischen Meisterschaften.
Hans Streibl sprang für den kurzfristig erkrankten Stockschützenchef Hermann Mayer ein. Zwei Wettkampfteams hat der ESC weiterhin, aber „Turniere auf Eis werden weniger, das ist der Lauf der Zeit“.
Die Kassenprüfer Anton Piegendorfer und Georg Däffinger bestätigten „trotz des Wahnsinnsaufwands für Buchholz und seine Mitstreiter“ eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung der Vorstandschaft per Handzeichen war nur Formsache.
Nachdem Sabine Steierer als Leiterin der Nachwuchsabteilung sowie für die Abteilung Erste Mannschaft Josef Jung und Manfred Detterbeck informiert hatten, übernahm Präsident Rudolf die Ehrung langjähriger Ehrenamtlicher und der Mitglieder mit 20, 30 und 40 Jahren Vereinszugehörigkeit. Zweiter Bürgermeister Drobilitsch ehrte im Namen der Stadt Dorfen ebenfalls langjährige Ehrenamtliche.

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