Login

Landsberg 150Das Topspiel des 11. Spieltages der Eishockey-Bayernliga geht am Freitagabend im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion über die Bühne, sprich das glatte und bestens gekühlte Parkett. Um 20 Uhr treffen die Eispiraten als Tabellenzweiter auf die Riverkings des HC Landsberg,

die als Tabellendritter anreisen.
Beide Teams haben im bisherigen Saisonverlauf schwer beeindruckt. Landsberg sackte am 6. Spieltag erstmals nicht die vollen drei Punkte ein. Da spielten sie gegen die Übermannschaft des Oberligaabsteigers Höchstadt und schafften nach einem Doppelschlag von Bohumil Slavicek, Bayernligaspieler des Monats Oktober, kurz vor Schluss noch ein 2:2 nach 60 Minuten. In der Verlängerung mussten sie sich den Alligators, die ihre restlichen neun Spiele alle glatt gewonnen haben, geschlagen geben.
Es folgten ein 6:5-Sieg nach Verlängerung in Füssen sowie ein 7:2-Heimsieg gegen Erding. Vergangenes Wochenende hatte Landsberg mit Personalproblemen zu kämpfen. Beim 4:5- vor knapp 1000 Zuschauern gegen Buchloe fehlte ein halbes Dutzend Leistungsträger. Am Sonntag in Passau erkämpften sich 14 Feldspieler, mit dabei zwei Jugendspieler, einen 6:5-Sieg nach Verlängerung. Da musste der mit seinem Sohn und Topverteidiger Dennis aus Peißenberg gekommene Trainer Randy Neal auch auf Slavicek verzichten. Den Tschechen, der in Comutov und bei Slavia Prag in der Extraliga sowie in Kadan und Most in der 1. Liga seines Heimatlandes gespielt hat, verpflichtete man für Tyler Wiseman. Der ebenfalls aus Peißenberg gekommene BEL-Spieler der Saison 15/16 musste aus gesundheitlichen Gründen passen.
Einige der zuletzt fehlenden, wie die verletzten Torhüter Schedlbauer und der Deutsch-Kanadier Juhasz sowie der nur beruflich verhinderte Neal sollen in Dorfen wieder auflaufen. Bei dem 25-jährigen Slavicek, eingerahmt zwischen Dorfens Lukas Miculka und Trevor Hills auf Platz 2 der BEL-Scorerliste, hielten sich die HCL-Verantwortlichen bis zuletzt bedeckt. Welches Kaliber Landsberg so oder so ist, wurde beim Sieg in Passau trotz des Notaufgebots deutlich. In den Top ten von Bayerns höchster Liga sind mit Dennis Sturm und Markus Kerber zwei weitere Riverkings zu finden.
Auch im Eispiratenlager war während der Woche in personeller Hinsicht nicht alles eitel Sonnenschein. Kapitän Andreas Attenberger, Christian Göttlicher und Jonas Huber fallen länger aus und einige Spieler schleppten sich mit Grippe rum. Trainer John Samanski wollte keine Prognose wagen, wer heute aufläuft. „Wir wissen, welch ein super Gegner kommt, die Stimmung ist sehr gut und wir freuen uns auf dieses Spiel“ – er ließ keine großen Sorgen erkennen. Mit breiter Brust können die Eispiraten auch diese Aufgabe angehen – in den bisherigen 10 Spielen sind sie neunmal als Sieger vom Eis gegangen, wenn es auch vergangenen Sonntag beim Sieg in der Overtime in Schongau knapp war. Nur am dritten Spieltag reichte bloß zu einem Punkt nach Verlängerung und verlorenem Penaltyschießen. Am Sonntag macht die Bayernliga Pause, da können beide teams ihre letzten Körner raushauen – aber das würden sie auch, wenn keine Pause wäre!
Die Eishockeyfans der Region, die zuletzt schon deutlich zahlreicher ins Dr. Rudolf-Stadion pilgerten, dürfen sich auf ein Duell zweier Topteams freuen.

Geschrieben von Helmut Findelsberger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen