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klosterseeWahnsinnseishockey wurde den über 500 Zuschauern geboten. Mit 9:3 (1:2, 2:0, 4:1) fertigten die ESC-Eispiraten den EHC Kloostersee ab – nur war der bei weitem keine sechs Tore schlechter.


Im ESC-Lager war es befürchtet worden: Lukas Miculka hinderte seine Fingerverletzung aus just der Boxeinlage mit Bobby Wren im letzten Testspiel gegen die Grafinger an einem Einsatz. Dafür lief erstmals der Litauer Povilas Verenis auf. Der hatte auch nach 45 Sekunden allein davonstürmend die erste Torchance, wurde aber bei seinem Rückhandversuch noch abgedrängt. Die Partie hatte sofort volle Fahrt aufgenommen. In Unterzahl kamen die Eispiraten in der 3. Minute zur „Mutter aller Chancen“, als Andreas Attenberger und Florian Brenninger entwischten, aber letzterer an Torhüter Gräubig scheiterte.

Die nächste Hinausstellung gegen die Eispiraten münzte dann Raphael Kaefer prompt zur Gästeführung um. Dorfen schüttelte sich nur kurz und in einem offenen Schlagabtausch lenkte Ernst Findeis einen Schuss von Tobias Brenninger zum 1:1 in die EHC-Maschen. Wieder in Überzahl, ging Klostersee durch den Schweden Andreas Persson wieder in Führung. Dieses Drittel endete auch mit einer ESC-Strafzeit, bei der zweimal ein Verteidiger den Puck noch von der Linnie kratzte.

Und das Spiel nahm an Intensität nach Wiederbeginn noch zu. Eine Strafe gegen Kaefer brachte schnell Dorfens Ausgleich, als Verenis einen Schuss von Florian Mayer ins Kreuzeck lenkte. Der Pfosten rettete dann für Hingel im ESC-Tor, der in der Folge sensationelle Paraden zeigte. Auch sein gegenüber stand ihm in nichts nach. Und der litauische Neuzugang im ESC-Trikot legte bei erneuter Überzahl mit einem wahren Kraftakt das 3:2 nach. So wie das Spiel immer umkämpfter wurde, nahmen auch die Strafzeiten zu. 2 Sekunden waren gegen den ESC noch auf der Uhr, da jagte Mario Sorsak den Puck zum 4:2 ins EHC-Tor, nachdem Mark Waldhausen den Puck abgefangen hatte. In der letzten Minute vor der erneuten Sirene blieb Gräubig gegen Fl. Brenninger, T. Brenninger und Tomas Vrba unglaubliche drei Mal Sieger.


Wer geglaubt hatte, es ginge auf dem Niveua weiter – stark gefehlt! Klostersee warf verständlicherweise alles nach vorne und der ESC war 37 Sekunden nach Wiederbeginn bereits wieder in Unterzahl. Und das Penaltykilling beherrschten die Samanski-Schützlinge an diesem Abend besonders gut. Von Attenberger klasse bedient, vollendete Sorsak zum 4:2 und wurde nach Verenis zum zweiten Doppelpacker. Klostersee gab weiter Vollgas und forderte Hingel im ESC-Tor Wahnsinnsparaden ab. Es folgte eine ESC-Strafzeit und Unterzahltreffer Nr. 3 durch Verteidiger Mayer nach Vorarbeit des starken Verenis. Und für die Eispiraten legte Christian Göttlicher auch noch das 7:2 nach. In doppelter Überzahl gelang Nicolai Quinlan eine kleine Ergebniskosmetik zum 3:7. Nachdem drei Klosterseer gemeinsam auf die Sünderbank marschierten, krönte Vrba einen seiner ganz starken Auftritte zum 8:3. Weiter ging es mit mit zwei Mann und da machte Findeis mit dem Treffer zum 9:3 seinen Doppelpack.


Statistik: 0:1 (7.) Kaefer (März, Wieczorek / 5-4), 1:1 (10.) Findeis (T. Brenninger), 1:2 (14.) Persson (Rische, Wren / 5-4), 2:2 (23.) Verenis (Fl. Mayer / 5-4), 3:2 (24.) Verenis (5-4), 4:2 (35.) Sorsak (Waldhausen / 4-5), 5:2 (42.) Sorsak (Attenberger / 4-5), 6:2 (46.) Mayer (Verenis / 4-5), 7:2 (51.) Göttlicher (Attenberger), 7:3 (54.) N. Quinlan (Kaefer / 5-3), 8:3 (58.) Vrba (5-3), 9:3 (60.) Findeis (5-3);

Strafminuten: ESC 28 / EHC 20;

Zuschauer: 520

Geschrieben von Helmut Findelsberger

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