Login

Bad KissingenSie hatten wirklich alles in die Waagschale geworfen, trotzdem mussten sich die Eispiraten des ESC Dorfen am Freitagabend einem personell einfach besser bestückten EC Bad Kissingen 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) geschlagen geben.
Die Reihen des ESC hatten sich bis zum Beginn dieses Spieles noch stärker gelichtet.

Neben den Offensivkräften Findeis, Miculka und Kapitän Attenberger fehlte mit Kroner, Mayer, Fengler und Numberger gleich ein Quartett an Stammverteidigern. Und das gegen diesen hochkarätig besetzten Gegner.
Immerhin konnte mit Povilas Verenis Kontingentspieler Nr. 3 wieder auflaufen. Der fälschte in der 10. Minute, Gästekapitän Nold saß 10 Sekunden auf der Strafbank, einen Rauscher-Schuss zum 1:0 ins Kreuzeck ab. Bis dahin hatten die Eispiraten einige brenzlige Situationen zu überstehen. Vor allem bei einer Strafzeit konnten sie sich auf Schlussmann Thomas Hingel verlassen. Der war machtlos gegen einen verdeckten Schuss des von den Wölfen über Nacht nachverpflichteten Tschechen Ondrej Stava. Vorher hatte Sandro Schroepfer nach einem Sturmlauf von Florian Brenninger einen möglichen Treffer zum 2:0 vergeben.
1:55 Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da wurde Kissingens 44-jähriger Spielertrainer Mikhail Nemirovsky nicht energisch genug angegriffen und schon zappelte der Puck zum 2:1 für die Wölfe im Kreuzeck. Die Eispiraten mussten dann zwei Strafzeiten überstehen. Tomas Vrba starte bei 4 gegen 4 ein Solo und seine Hereingabe jagte Florian Brenninger an den Pfosten. Turbulente szenen spielten sich dann bis zur Pause vor dem ESC-Heiligtum ab. Zweimal schlitterte das Objekt der Begierde zwischen dem bereits geschlagenen Hingel und dem Tor knapp am Einschlag vorbei.
Mit Beginn des Schlussdrittels drehten die Gäste aus Unterfranken so richtig auf. Der aus Hamburg gekommene Anton Zimmer und immer wieder Nemirovsky forderten dem starken Hingel alles ab. Dazwischen hatte Benjamin Dirksen im Gästetor viel Glück, als ein Göttlicher-Schuss am langen Eck vorbeirauschte. „Strafen vermeiden“ hatte ESC-Coach John Samanski in der Pause noch gemahnt, aber das war in höchster Not nicht immer möglich. Der inzwischen eingedeutschte russische Filigrantechniker Anton Seewald münzte so einen numerischen Vorteil zum 3:1 um. Einmal in Überzahl zog Verenis ab, aber Goalie Dirksen kam noch ran. Vor Turbulent ging es in der 53. Min. vor dem Gäste-Tor zu, aber wie bereits im ersten Drittel bei einer ähnlichen Situation gingen die Arme des Hauptschiedsrichters auseinander – kein Tor.
Der von den Saale Bulls aus Halle in die fränkische Nachbarschaft gekommene Verteidiger Tim Dreschmann machte bei einem Break in Unterzahl nach 55 Minuten mit dem vierten Treffer alles klar.


Statistik: 1:0 :(10.) Verenis (Göttlicher, Rauscher / 5-4), 1:1 (19.) Stava (Nemirovsky, Zimmer), 1:2 (22.) Nemirovsky (Zimmer,Stava), 1:3 (45.) Seewald (Zimmer, Kristers Freibergs / 5-4), 1:4 (55.) Dreschmann (Simjon Bär, Jakub Revaj / 4-5);

Strafminuten: ESC 12 / ECB 12;

Zuschauer: 200

Geschrieben von Helmut Findelsberger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen