Login

Koenigsbrunn150Torefestival aber auch zu viele und vor allem fragwürdige Strafen

Nach anfangs zähem Ringen besiegten die Eispiraten des ESC Dorfen den EHC Königsbrunn am Ende hochverdient (2:2, 3:1, 3:1). Ein tolles Comeback nach seiner Verletzungspause feierte Lukas Miculka mit vier Treffern.

Teils waren es eigene Unzulänglichkeiten und zum anderen nicht nachvollziehbare Strafzeiten, die die Eispiraten zu Beginn hemmten. Und los ging es nach knapp drei Minuten auch noch mit einem Eigentor, das es im Eishockey zwar nicht gibt, aber Pechvogel Alexander Voglhuber hatte beim Abwehrversuch den Querpass von EHC-Angreifer Lukas Fettinger ins eigene Tor gelenkt.
Die erste Strafzeit wurde dank eines starken Goalies Thomas Hingel überstanden. Selbst mit einem Mann mehr schlug dann das wieder vereinte Tschechen-Duo zu. Tomas Vrba versenkte ein Zuspiel von Lukas Miculka zum Ausgleich. Mit einem Traumpass schickte dann Königsbrunns DEL-erfahrener Spielertrainer Fabio Carciola zum erneuten Führungstreffer Maximilian Herrmann auf die Reise. Dann hagelte es die zumindest sehr fragwürdigen Strafzeiten. Volle zwei Minuten überstand der ESC mit zwei Mann weniger. Endlich mal komplett schloss Miculka einen Konter, bei dem auch Vrba mit dabei war, ohne zu fackeln selbst zum 2:2 ab.


Miculka eröffnete auch den zweiten Spielabschnitt zum 3:2. Die Antwort der Gäste zum 3:3 folgte 75 Sekunden später durch Patrick Zimmermann. Ein offener Schlagabtausch folgte, aber die Eispiraten bekamen immer mehr Zugriff. Nach einem zu kurz abgewehrten Miculka-Schuss vollstreckte Vrba zum 4:3 in der 32. Min. Für die Galerie der nächste Treffer: Mit dem Rücken zum Tor setzte Miculka Youngster Christian Lönnig ein und der überwand Torhüterin Jennifer Harß auch mit dem Rücken zum Tor. Mit einer völlig unverständlichen Entscheidung der Schiris endete dieses Drittel. Königsbrunns Alexander Strehler prügelte auf Sandro Schröpfer ohne Handschuhe ein und dann gab es für jeden „2 plus 2“.


Das letzte Drittel ging Königsbrunn mit Moritz Erdwig für Harß im Tor an. Der „Neue“ musste sich nach 28 Sekunden schon gegen den allein anstürmenden Vrba geschlagen geben. Knapp zwei Minuten später brachte Henning Schütz die Gäste nochmal auf 4:6 heran, aber gegenüber ging die tschechische Torgala weiter. Der Vorbereiter war in der 46. Min. Vrba – der Vollstrecker zum 7:4 Miculka. Eine Strafzeit gegen Königsbrunn dauerte exakt 15 Sekunden, da hatte Miculka auch schon per Bauerntrick auf 8:4 erhöht. Die Partie war entschieden, ging aber nicht ohne Eklat und fragwürdige „Große Strafen“ zu Ende. Vier Minuten vor Schluss war plötzlich eine Keilerei im Gange. ESC-Verteidiger Alexander Rauscher ging sichtlich angeschlagen in die Kabine und Tobi Brenninger der sich einfach nicht mehr beruhigen konnte, bekam von den völlig überforderten Referees auch noch eine total überzogene Matchstrafe aufgebrummt.


Statistik:0:1 (3.), Fettinger, 1:1 (8.) Vrba (Miculka, Ernst Findeis / 5-4), 1:2 (10.) Herrmann (Carciola), 2:2 (16.) Miculka (Mark Waldhausen), 3:2 (24.) Miculka (Mario Sorsak), 3:3 (25.) Zimmermann (Forster, Trupp), 4:3 (31.) Vrba (Miculka), 5:3 (34.) Lönnig (Andreas Attenberger, Miculka), 6:3 (41.) Vrba, 6:4 (43.) Schütz (Neuber, Wittmann), 7:4 (46.) Miculka (Vrba), 8:4 (51.) Miculka (5-4);

Strafminuten: ESC 20 + 5 + 20/ EHC 14 + 5 + 20 (Spieldauer Schönwetter) ;

Zuschauer: 200

Geschrieben von Helmut Findelsberger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen