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Fssen.. und die Eispiraten machten bei der 4:6-Niederlage ein paar Fehler zu viel

Sie verlangten dem Tabellenführer aus dem Allgäu alles ab. Es reichte für die ersatzgeschwächten Eispiraten des ESC Dorfen trotzdem nicht.

4:6 (0:1, 3:4, 1:1) unterlagen sie einem läuferisch und technisch beeindruckenden EV Füssen.


Im Stil eines Spitzenreiters legte Füssen los. Nimmt man die beiden längst eingedeutschten Routiniers Ron Newhook (41 Jahre) und Kapitän Eric Nadeau (44) aus, dann liegt das Durchschnittsalter des Füssener Kaders bei 23,4 Jahren. Das enorme Tempo der Gäste gingen die Eispiraten mit, aber bis zu ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion in Form eines starken Sololaufs von Lukas Miculka dauerte es sechs Minuten. Bis dahin. Bis dahin hatte Torhüter Simon von Fraunberg schon einige brenzlige Situationen zu klären. Auch in einem Penaltyduell gegen Newhook blieb er Sieger. Machtlos war er eine Minute später, als Samuel Payeur nach einem Tohuwabohu vor dem ESC-Tor einschießen konnte. Die letzten fünf Minuten bis zur Gehörte dann dem ESC. Die „Mutter aller Torchancen“ versiebten in Unterzahl die davonstürmenden Mario Sorsak und im Nachschuss Christian Göttlicher.
Das wurde nach Wiederbeginn eindrucksvoll nachgeholt. Nach 59 Sekunden veredelte Miculka ein Klassezuspiel von Verenis und weitere 74 Sekunden später ging sogar ein Verlegenheitsschuss von Andreas Attenberger rein. 3:40 Minuten waren gespielt, da jagte Miculka die Scheibe an den Pfosten. Gästetrainer Andreas Becherer wurde es zu bunt und nahm eine Auszeit. Es folgte ein packender Schlagabtausch mit Füssens 2:2 durch Marius Keller. Es ging rauf und runter mit Torchancen En Masse. Zum 3:2 zog Göttlicher einfach mal ab. Die Führung hielt aber nur bis zu einer ESC-Strafzeit, die, fast überstanden, Marius Klein doch noch nützte. 82 Sekunden vor Schluss Thomas Böck und mickrige 2 Sekunden vor der Sirene Tobias Maier bestraften die nicht konsequente Defensivarbeit des ESC zur Füssener 5:3-Führung.

Aus der Pause kommend zeigten sich die Eispiraten gut erholt von diesem Doppelschock wenn auch eine frühe Gästestrafzeit noch nichts einbrachte. Nach zum wiederholten Male einem Pfostenschuss – Mark Waldhausen war es diesmal - jagte Tobias Fengler bei seinem Comeback nach langer verletzungspause den Puck mit aller Gewalt zum 4:5 in die Maschen. Der ESC blieb dran, hatte einen bärenstarken von Fraunberg zwischen den Pfosten und die nächste Füssener Strafzeit folgte. Das Überzahlspiel ging aber mit dem Break von Klein gut sieben Minuten vor Schluss zum 6:4 nach hinten los. Nun wurde es mit den so nötigen Punkten für den ESC fast unmöglich und die Gäste ließen auch nichts mehr anbrennen. Dieser erneute Tiefschlag und die Hypothek aus den letzten zwei Minuten des zweiten Spielabschnitts waren letztlich ausschlaggebend.

Statistik: 0:1 (14.) Payeur (Besl, Klein), 1:1 (21.) Miculka (Verenis, Tobias Brenninger), 2:1 (23.) Attenberger (Ernst Findeis, Florian Brenninger), 2:2 (28.) Keller (Payeur), 3:2 (35.) Göttlicher (Christoph Lönnig, Fabian Kanzelsberger), 3:3 (37.) Klein (Besl / 5-4), 3:4 (39.) Böck (Klein), 3:5 (40.) Tobias Meier (Besl, Nadeau), 4:5 (48.) Fengler (T. Brenninger, Florian Mayer), 4:6 (53.) Klein (4-5);

Strafminuten: ESC 14 / EVF 10;

Zuschauer: 260;

HSR: Lars Neelsen

Geschrieben von Helmut Findelsberger

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