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Amberg 150ESC muss gegen sehr starke Amberger alles in die Waagschale werfen
Das war schon mal ein Fingerzeig, wie eng es in dieser Verzahnungsrunde zwischen den Bayernligisten der Ränge 9 bis 14 und den besten Landesligisten werden kann. 5:3 (0:0, 3:2, 2:1) gewannen die Eispiraten des ESC am Freitagabend gegen sehr stark dagegenhaltende Wild Lions des ERSC Amberg.

Für Eishockey-Feingeistern und nervlich zart Besaiteten wird diese Relegation auch einiges abverlangen.
Der Mannschaftsbus der Oberpfälzer und zwei weitere Fan-Busse trafen bedingt durch winterliche Straßenverhältnisse verspätet ein, so dass die Partie eine halbe Stunde später begann. Die ging gleich mit einer Gäste-Strafzeit los, aber im Überzahlspiel konnte sich der ESC an diesem Abend nicht mit Ruhm bekleckern. Tomas Vrba’s Lattenknaller nach 7 Minuten und ein knapp am Kreuzeck vorbeizischender Blueliner von Florian Mayer nach 12 Minuten waren die nennenswertesten Torannäherungen der Eispiraten. Amberg wagte sich allmählich mehr aus seiner stabilen Deckung und und Felix Köbele, der auffälligste Löwen-Akteur, prüfte erstmal Thomas Hingel im ESC-Tor. Ambergs größte Möglichkeit, auch noch in Unterzahl, ließ der quirlige Andreas Hampl liegen, als er den Puck direkt auf dem Tablett serviert bekam, aber Hingel ihn noch entscheidend stören konnte.
Wie eine Erlösung wirkte der Führungstreffer für die zuletzt so geschundene Dorfener Eishockey-Seele 42 Sekunden nach Wiederbeginn. Einen Schuss wie ein strich jagte Verteidiger Mayer über die Latte in die Amberger Maschen. Jetzt machten sie ordentlich Dampf. Kapitän Attenberger und Florian Brenninger gleich zweimal mussten gegen Ambergs starken Keeper Oliver Engmann kapitulieren. Unnachahmlich trickste Lukas Miculka den 1.92-Hühnen dann auf engstem Raum zum 2:0 aus. Als Ernst Findeis nach wieder mal vergblich versuchtem Überzahlspiel doch noch zum 3:0 traf und Fl. Brenninger nach starkem Auftritt bei der nächsten Hundertprozentigen daneben zielte, schienen die Eispiraten ihren Gegner endlich sich „zurecht gelegt zu haben“. Mit einem Sonntagsschuss ins lange Kreuzeck gelang dem 42-jährigen Deutsch-Kanadier Daniel Heilmann Ambergs erste Treffer und deren rund 150 enthusiastischen Fans legten auch noch eine Schippe drauf. Drei Zweiminutenstrafen innerhalb von 50 Sekunden schien der ESC auch dank seines über sich hinauswachsen Torhüter Hingel zu überstehen. 20 Sekunden waren bei Sünder Nr. 3 Florian Mayer noch auf der Uhr, da traf Felix Söllner zum 2:3 für Amberg. Die Karten waren neu gemischt für den Schlussabschnitt.
In den startete der ESC wie die Feuerwehr durch das Duo Vrba/Miculka. Und es war schon große Klasse, wie Vrba sich zu seinem 4:2-Treffer in beste Position brachte. Die gäste bestätigten aber in der Folge den guten Ruf als sehr routiniertes und spielstarkes Team. Eine Sekunde war von Florian Brenningers Strafzeit noch auf der Uhr, da jagte der Ex-DEL-Spieler Bernhard Keil einen Nachschuss zum erneuten Anschlusstreffer an Hingel vorbei. Als der wirklich starke Engmann den von Miculka abgefeuerten Puck nicht weit genug aus der Gefahrenzone brachte, versenkte Verteidiger Tobias Fengler diesen aus spitzem Winkel mit einem wahren Kunstschuss zum 5:3. Christian Göttlicher hätte eine Minute später allein gegen den wieder stark abwehrenden Engmann endgültig alles klar machen können. Aber auch so ließen sich die Eispiraten diesen Vorsprung nicht mehr nehemn.


Statistik:
1:0 (21.) Mayer (Findeis, Miculka), 2:0 (27.) Miculka (Vrba), 3:0 (30.) Findeis (Fengler, Miculka), 3:1 (32.) Heilmann (Benak, Köbele), 3:2 (37.) Söllner (Aukofer / 5-4), 4:2 (46.) Vrba (Fengler, Miculka), 4:3 (51.) Keil (Salinger, Benak / 5-4), 5:3 (52.) Fengler (Miculka, Vrba);

Hauptschiedsrichter: Poschenrieder;

Strafminuten: ESC 14 / ERSC 12;

Zuschauer: 360;

Geschrieben von Helmut Findelsberger

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