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Hassfurt 150Die Hawks aus Haßfurt schnappen sich auf den letzten Drücker Sieg und Punkte

Ein komisches Spiel ist es von Haus aus, wenn man weiß, dass der Gegner Siege auf Grund seiner zu vielen Ausländer aberkannt bekommt. Am Ende war es auch noch völlig irre, wie die Eispiraten nach großem Kampf in den letzten 36 Sekunden durch zwei Gegentreffer dem ESC Haßfurt mit 4:5 (3:0, 1:1, 0:4) den Sieg und für ein paar Tage die Punkte überlassen mussten.


Die Eispiraten mussten diese Partie ohne Ernst Findeis, der gesundheitlich angeschlagen am Freitag nach dem ersten aufgegeben hatte und Tobias Fengler angehen. Letzterer gab nach dem Warmmachen auf – er hatte sich wohl bei seiner kleinen Tochter mit Magen-Darmvirus angesteckt. Das Aufgebot mit „16 plus 2“ war immer noch stark genug um den Sharks aus Unterfranken Paroli bieten zu können.
15 Minuten lang neutralisierten sich beide Seiten, auch wenn da bereits die Eispiraten ein Plus an Torschüssen hatten. Bei den Gästen sorgte das tschechisch-slowakische Quartett für einige gefährliche Aktionen. So war mal Jakub Sramek auf und davon gezogen und Thomas Hingel im ESC-Tor konnte mit Glück und Geschick noch abwehren. Bei Spielzeit 14:58 ging bei seinen Vorderleuten die Post ab. Haßfurts Alexander Stahl hatte sich eine Doppelstrafe eingehandelt und der ESC münzte diese innerhalb von 43 Sekunden in zwei Treffer um. Schlitzohrig zirkelte Tomas Vrba die Scheibe zum 1:0 durch Freund und Feind hindurch. Zum 2:0 versenkte Florian Brenninger einen Bandenrückpraller aus spitzem Winkel. Noch in derselben Minute handelte sich Haßfurt die nächste Strafzeit ein. Diese münzte Mario Sorsak auch per Nachschuss zum 3:0 um.


Haßfurt brachte aus der Pause noch 53 Sekunden einer Strafe mit, aber inzwischen hatten sich die Unterfranken auf das druckvolle Überzahlspiel der Eispiraten eingestellt. Wieder komplett, bekam Jan Trübenekr einen Penalty zugesprochen, verlor aber das Duell gegen den starken Hingel. Eine Strafzeit überstanden die Eispiraten dank einer sensationellen Hingel-Parade gegen Sramek. Es entwickelte sich ein begeisternder Schlagabtausch mit beiderseits tollen Torhüterparaden und Pfostentreffern. Der ESC zog einige Strafen und eine davon münzte Georg Lang zum Haßfurter 1:3 (33. Min.) um. Die Gäste gaben jetzt gewaltig Gas, ihre tschechischen Torgaranten verzweifelten aber an Hingel. 37 Sekunden vor der Pause veredelte Youngster Christoph Lönnig eine traumhaften Spielzug zum psychologisch so wichtigen 4:1-Pausenstand.


Ins Schlussdrittel brachte der ESC noch eine Strafzeit mit und da wollte es Haßfurt gleich wissen. Den Torschrei hatten sie schon auf den Lippen, als Hingel noch sensationell gegen Babkovic klären konnte und der Slowake wenig später den Pfosten traf. Auf Augenhöhe ging es weiter, bis nach 50 Minuten Haßfurt ein Strafe kassierte, aber Fl. Brenninger und Vrba den K.O.-Treffer verpassten. Dann geriet Dorfen in Unterzahl. Fl. Brenninger verpasste allein vor Keeper Hildenbrand den Befreiungsschlag und Babkovic machte noch in dieser Überzahl das 2:4. Nur 63 Sekunden später stand es nur noch 4:3 – Torschütze erneut Babkovic. Die Eispiraten schienen den knappen Vorsprung über die Zeit bringen zu können, als bei 58:16 Haßfurt in Unterzahl geriet. Dann überschlugen sich die Ereignisse: 59:00 Strafe gegen Dorfens Göttlicher und 4 Sekunden später 2 Minuten gegen Vrba, als der Puck übers Plexiglas ging – ein wenig mehr Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter hätte man sich auf ESC-Seite sicher auch gewünscht! Zwei Babkovic-Treffer bei Spielzeit 59:24 in Überzahl und bei 59:47 drehten die Partie zugunsten der Haßfurter.


Statistik:
Tore/Vorlagen: 1:0 (16.) Vrba (Horky, Kroner / 5-4), 2:0 (17.) Fl. Brenninger (T. Brenninger, F. Kanzelsberger / 5-4), 3:0 (18.) Sorsak (F. Kanzelsberger, Rosenkranz), 3:1 (33.) Lang (Stahl, Sramek / 5-4), 4:1 (40.) Lönnig (Göttlicher, Sorsak), 4:2 (55.) Bakovic (Sramek, Lang / 5-4), 4:3 (56.) Trübenekr (Sramek), 4:4 (60.) Babkovic (Dietrich, Hora / 4-3), 4:5 (60.) Babkovic (Sramek, Hora / 4-4) ;

Strafminuten: ESC 14 / ERC 14 ;

HSR: Lukas Kohlmüller;

Zuschauer: 230

Geschrieben von Helmut Findelsberger

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