So nahe sind Jubel und Trauer oft beieinander.
In diesen Tagen, als unsere erste Eishockeymannschaft die Saison als Bayerischer Meister der Landesliga und damit nach zwei Jahren die Rückkehr in die Bayernliga geschafft hat, trauert der ESC Dorfen um einen ganz großen Mitstreiter im Club.
Edi Seisenberger sen. hat sich seit dem Gründerjahr 1967 mit Herzblut für unseren Verein eingesetzt. Zuerst aktiv als ehrgeiziger wie gefragter Goalie bei den ersten Jugendmannschaften, dann als Nachwuchsleiter, bei dem er bis zu 70 Kinder und Jugendliche um sich scharte, ehe er dann viele Jahre mit Weitblick und großem Erfolg die Eishockeyabteilung führte. Edi Seisenberger wurde zum wahren Glücksfall für den ESC.
Mit nachhaltiger großer Unterstützung seiner Frau Martha, die sich bis heute noch ehrenamtlich für den Verein einsetzt, nahmen die Puckjäger sportlich weiter Fahrt auf.
Edi war nicht unbedingt ein Mann großer Worte. Was er jedoch anfasste, musste erfolgreich zu Ende gebracht werden. Dies gelang ihm auch bei den ständig wachsenden Herausforderungen im bekannt aufwendigen wie kostenträchtigen Eishockey. Edi hatte neben dem sportlichen Bereich stets den Blick auf einen überschaubaren Kostenrahmen. Schon deshalb wurde neben anderen Aktionen erfolgreich Theater gespielt. Die Aufführungen „Hinter dem Mond“, „Lump-Bazi-Vagabund“ und „Dreigroschenoper“ waren immer gut besucht und ergaben im Ergebnis eine spürbare Aufbesserung der Abteilungskasse.
Seisenberger überließ in seiner Zeit als Funktionär nichts dem Zufall. Er war immer nahe bei seinen Teams und begleitete Groß und Klein zu den Spielen in ganz Bayern. Für seine hohen Verdienste wurde er 1985 vom Gründer-Präsidenten und Vater des Dorfener Eissports, Dr. vet. Emil Rudolf, zum Ehrenmitglied ernannt.
Auch nach seinem Ausscheiden als Abteilungsleiter blieb Edi Seisenberger mit Herz und Seele ein großer ESC-Fan, sowohl in unserem Club als auch bei den Dorfener TSV-Fußballern, bei denen er vor unserer Zeit erfolgreich als junger Torwart wirkte. Man sah ihn bis zuletzt bei jedem Spiel auf seinen angestammten Plätzen – oben über der Sprecherkabine und beim TSV auf dem überdachten Vorplatz der Stadionstätte. Dort werden ihn seine Freunde künftig sehr vermissen.
Seinem Motto „Einmal Löwe, immer Löwe“ blieb der große Anhänger des TSV 1860 München stets treu.
Der ESC Dorfen und unsere Nachbarn vom TSV Dorfen werden ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren. Beim ESC Dorfen werden wir dem „Seise“ auch im Namen seiner vielen Sportfreunde immer ein ehrendes Gedenken bewahren.
Georg Brennauer
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