Trotz Chancenwucher ein ungefährdeter Sieg
Ein haushoch überlegener ESC Dorfen gewann am Freitagabend auch das dritte Saison-Duell mit dem EV Moosburg. Der 7:4 (2:1, 3:2, 2:1)-Sieg spiegelt aber in keinster Weise den Spielverlauf und den Chancenwucher Eispiraten der Eispiraten wider.
Moosburg war nach gut drei Minuten sogar 1:0 in Führung gegangen, als der ESC-Defensive plötzlich zwei EVM-Stürmer entwischt waren. Der Slowene Nik Unuk stocherte dem, sich verzweifelt wehrenden, Simon von Fraunberg im ESC-Kasten den Puck im Nachsetzen über die Linie. Moosburgs Keeper Thomas Hingel war bis dahin schon gut beschäftigt gewesen und im weiteren Spielverlauf war es wie immer, wenn diese beiden Teams aufeinandertrafen. Der 33-jährige Ex-Dorfener brachte die ESC-Angreifer zur Verzweiflung.
Die Eispiraten gingen mit ihren toll herausgespielten Tormöglichkeiten teils auch fahrlässig um. Die Treffer, die sie machten, waren dafür zum „mit der Zunge schnalzen“. Beim 1:1 hatte Lucas Breault Hingel und einige seiner Vorderleute ausgetrickst um dann, von hinterm Tor aus, den Puck noch reinzuschieben. Sehenswert auch der direkte Abschluss von Paul Geier zum 2:1 nach Josef Folgers Forechecking. 16 Sekunden waren nach der Pause gespielt, da schloss Lukas Miculka einen Spielzug aus dem eigenen Drittel in Hochgeschwindigkeit zum 3:1 ab. Moosburgs Keeper wuchs dann mehrmals über sich hinaus, ehe seine Vorderleute einen Konter starteten und von Fraunberg gegen EVM-Kapitän Lars Eigner Sieger blieb.
Dann folgten die nächsten Zaubertore. Mit dem Rücken zum Tor zirkelte David Stach bei Dorfener Überzahl sich den Puck durch die Beine am machtlosen Hingel vorbei und Miculka gab zur Sicherheit noch „seinen Senf“ dazu und der Scheibe zusätzlichen Schwung. Stach bereitete auch den nächsten Treffer überragend vor. Auch mit dem Rücken zum Tor schloss der 20-jährige Fabio Lauffer per rückhand zum 5:1 ab. Moosburgs Trainer nahm eine Auszeit und ein wenig brachte er sein Team wieder in die Spur. Unuk, nachdem ESC-Verteidiger Maxi Steiner lange ohne Stock gewesen war, sowie Mason Finley in Überzahl verkürzten auf 3:5.
Nachdem Paul Geier und Sandro Schroepfer in den ersten viereinhalb Minuten des Schlussdrittels auf 7:3 erhöht hatten, schien es Richtung zweistellig zu gehen. Was die ESC-Angreifer aber auch anstellten, an Hingel war kein Vorbeikommen mehr. So hatte Adam Strakos mit dem vierten Treffer für Moosburg das Schlusswort.
STATISTIK
ESC Dorfen – EV Moosburg 7:4 (2:1, 3:2, 2:1)
Tore/Assists: 0:1 (4.) Unuk (Eigner, Strakos), 1:1 (8.) Breault (Spagnuolo, Franz), 2:1 (16.) P. Geier (Folger), 3:1 (21.) Miculka (Schroepfer, Stach), 4:1 (26.) Miculka (Stach, Breault / 5-4), 5:1 (28.) Lauffer (Stach, Naar), 5:2 (31.) Unuk (Schreiber), 5:3 (33.) Finley (Knallinger, Oberrauch / 5-4), 6:3 (45.) P. Geier (Franz, Folger), 7:3 (51.) Schroepfer (Brenninger, Stach), 7:4 (53.) Strakos (Unuk, Strobel) – Strafminuten: ESC 6 / EVM 8 – Schiedsrichter: Albert Aschenbrener, Finja-Christina Bogdanski – Zuschauer: 230
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger




