Rund 250 Zuschauern wurde am Freitagabend im Dr. Rudolf-Stadion wieder ein Top-Eishockeyspiel geboten. Den Löwenanteil trugen dazu die Eispiraten des ESC bei. 8:3 (2:1, 3:1, 3:1) hatten sie die Haßfurt Hawks abgefertigt.
Wie zuletzt Pegnitz erwischte auch Haßfurt den besseren Start. Deren Führungstreffer nach 51 Sekunden hätte aber wirklich nicht passieren dürfen, nachdem die Eispiraten Puck und Gegenspieler in der Bandenumrundung unter Kontrolle zu haben schienen. Nach knapp drei Minuten läutete Neuzugang Kevin Schinko mit dem ersten Dorfener Schuss auf Hawks-Keeper Maximilian Schmidt zum Angriff. Innerhalb von 30 Sekunden drehte Josef Folger die Partie. Beim 1:1 stand er zum Abstauben genau richtig und als Lucas Breault gefühlt ganz Haßfurt narrte, hatte der „Seppi“ zur 2:1-Führung nach nicht mal sieben Minuten das fast leere Tor vor sich.
Dass die Eispiraten mit dieser Führung in die Pause gehen konnten, hatten sie auch ihrem Torhüter Simon von Fraunberg zu verdanken, der gegen die einige Male gefährlich auftauchenden Hawks beeindruckend souverän klärte. Zurück zum zweiten Drittel, musste er gleich gegen Michael Stach und Mark Meier den Ausgleich verhindern. Dann gaben seine Vorderleute richtig Gas mit Tormöglichkeiten am Fließband. Ganz stark musste von Fraunberg gegen Haßfurts Topstürmer Vaclav Adamec und auch noch gegen Pascal Brix klären, ehe Christoph Lönnig im Gegenzug listig und trickreich zum 3:1 traf.
Fast zwei Minuten mit zwei Mann weniger überstand Dorfen kampfstark und clever. Mit aller Routine servierte dann Lukas Miculka für David Stach zum 4:1. Geschlagen gaben sich die Hawks nicht. Nachdem von Fraunberg mehrere Male abwehren konnte, hieß der Torschütze erneut Stach – aber Michael, der Ur-Haßfurter. Paul Geier sorgte wieder für den beruhigenden 3-Torevorsprung, vorbereitet vom sehr offensiven Verteidiger und Kapitän Maximilian Steiner.
Die Partie war zur Pause zumindest vorentschieden, aber munter hin und her ging es weiterhin. Zielstrebiger und jederzeit torgefährlicher die Eispiraten, für die wieder David Stach, der 33-jährige Tscheche, auf 6:2 erhöhte. Ein Unterzahltreffer fehlte noch! Den lieferte Verteidiger Jakub Nar nach klasse Vorarbeit von Vaclav Krlis und Miculka zum 7:2. Die Überzahl nützte Haßfurt dann noch zu einem Treffer – Torschütze Michael Stach – auf der Strafbank David Stach. Den Schlusspunkt zum 8:3 setzte Breault, der an diesem Abend mal wieder kaum zu halten war. Die Hawks hatten eine Strafzeit überstanden, waren aber von den Eispiraten so richtig zurechtgelegt worden.
Tore/Assists: 0:1 (1.) Krimmel (Strombach), 1:1 (7.) Folger (Breault, Naar), 2:1 (7.) Folger (Breault, Naar), 3:1 (26.) Lönnig (Franz, P. Geier), 4:1 (33.) D. Stach (Miculka, Kosmann), 4:2 (37.) M. Stach (Breyer, Meier), 5:2 (39.) P. Geier (Franz, Steiner), 6:2 (47.) D. Stach (Miculka, Naar), 7:2 (Naar (Krlis, Miculka / 4-5), 7:3 (51.) M. Stach (Breyer, Meier / 5-4), 8:3 (56.) Breault (D. Stach, Naar) – Strafminuten: Dorfen 8 / Haßfurt 4 – Schiedsrichter: Albert Aschenbrenner, Franz Huber – Zuschauer: 250
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger








