Reichersbeuern war kein wirklicher Prüfstein
Gegen etwas mehr Spannung hätten die knapp 300 Zuschauer beim Playoff-Start sicher nichts einzuwenden gehabt. Immerhin wurden sie von den ESC-Eispiraten bei deren 11:0 (2:0, 4:0, 5:0) – Sieg gegen den SC Reichersbeuern mit herrlichen Toren und klasse Spielzügen bestens unterhalten.
Nach 39 Sekunden legte Vaclav Krils zum 1:0 vor, wobei ein klares Abseits von Vorlagengeber David stach von den Schiris übersehen wurde. 2.59 Spielminuten waren auf der Uhr, da hatte Lukas Miculka nach neun Sekunden einer Gästestrafzeit auf 2:0 erhöht. Es zeichnete sich früh ab, dass die Gäste nicht viel zu melden haben würden. Es kam dann der Eindruck auf, als ob die Eispiraten nach rund sechsminütigem Sturmlauf Richtung Gästetor dem Braten nicht ganz trauen würden. Da gelangen dem Tabellenachten der Gruppe A tatsächlich drei gute Angriffe und Simon von Fraunberg im ESC-Tor durfte sich seinen späteren Shutout verdienen. Nach zehn Minuten drückten die Eispiraten das Gaspedal wieder durch.
Ein paar Mal agierten sie zu verspielt, zum anderen wurde der 39-jährige Zweimeter-Hüne Michael Goldbrunner immer stärker. Nach der Pause war auch er machtlos, als Lucas Breault und Michael Franz im Zwei-Minutentakt mit herrlichen Treffern auf 4:0 erhöhten. Die nur 13 Reichersbeurer Feldspieler kamen kaum mehr aus ihrem Drittel heraus. Nach Stachs Treffer zum 5:0 versuchten sie sich immer wieder mal mit zu viel Härte zu wehren. Miculkas Powerplay-Treffer per sattem Schlagschuss zum 6:0 vorausgegangen waren bereits ein Pfostentreffer von Krlis und Stachs Kunstschuss aus spitzem Winkel vorbei am Tor. Treffer fielen in den acht Minuten bis zur Pause keine mehr, aber die Eispiraten fuhren, inzwischen mit vier Fünferblöcken, mit den Gästen sprichwörtlich Karussell.
Die Tore wurden nach Wiederbeginn geliefert. Den Auftakt machte der sehr stark aufspielende Michael Franz mit einem Kabinettstückchen nach tollem Solo. Zweimal Miculka und dazwischen Verteidiger Maxi Steiner stellten bis zur Halbzeit dieses letzten Drittels auf zweistellig. Ein paar rüde Reichersbeurer Attacken, wie etwa in der 53. Minute gegen Breault, der von Anton Eimannsberger von hinten abgeräumt wurde, erhitzten die Dorfener Gemüter sowohl auf dem Eis und der Bank als auch auf den Zuschauerrängen. Ein spielerisches Highlight setzte der 20-jährige Sebastian Kosmann, als er zum 11:0-Treffer durch die SCR-Reihen tänzelte.
ESC Dorfen – SC Reichersbeuern 11:0 (2:0, 4:0, 5:0)
Tore/Assists: 1:0 (1.) Krlis (Stach, Miculka), 2:0 (3.) Miculka (Stach, Krlis / 5-4), 3:0 (23.) Breault (M. Geier), 4:0 (25.) Franz (Lönnig, P. Geier), 5:0 (30.) Stach (Miculka, Schroepfer), 6:0 (32.) Miculka (Stach, Krlis / 5-4), 7:0 (43.) Franz (Cramer, P. Geier), 8:0 (45.) Miculka (Schroepfer, Brenninger), 9:0 (48.) Steiner (P. Geier, Breault), 10:0 (50.) Miculka (Brenninger), 11:0 (59.) Kosmann (Walter) – Strafminuten: ESC 4 / SCR 8 – HSR: Steffen Ohlwein – LSR: Albert Aschenbrenner, Finja-Christina Bogdanski – Zuschauer: 280
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger








