Tolles Eishockey boten der ESC Dorfen und der EV Pegnitz rund 250 Zuschauern am Freitagabend im Dr. Rudolf-Stadion. Im ersten Drittel wurden die Ice Dogs ihren Vorschusslorbeeren gerecht und führten verdient. Mit Hochgeschwindigkeit und traumwandlerischem Kombinationsspiel drehten die Eispiraten die Partie zu einem hochverdienten 5:2 (1:2, 2:0, 2:0) – Sieg.
Es ging gleich mit zwei Strafminuten gegen Dorfens David Stach los, als der heftig ein nicht gepfiffenes Pegnitzer Foul reklamiert hatte. Die Dezimierung blieb folgenlos, aber ehe sich die Eispiraten versahen, lagen sie nach gut neun Minuten 0:2 hinten. Sie kamen weiterhin kaum zu nennenswerten Offensivaktionen. Ausgerechnet eine Strafzeit leitete die Wendung ein: Stach auf Lukas Miculka und schon stand es 1:2! Einen weiteren Shorthander von Miculka, immer noch saß Florian Brenninger in der Kühlbox, verhinderte EVP-Keeper Filip Rieger.
Es gibt diese psychologisch entscheidenden Momente. 26 Sekunden vor der Pause scheitert Ales Furch, einer der Pegnitzer Topstürmer, mit einer Hundertprozentigen an Andrea Karabadjakov im ESC-Tor und unmittelbar vor der Sirene handelt sich Yannek Gerstner zwei Strafminuten ein. Die Eispiraten konnten also in Überzahl ins zweite Drittel starten und waren nicht wiederzuerkennen. 27 Sekunden dauerte es bis zum Ausgleich durch Verteidiger Tobi Cramer, der im Powerplay gerne an vorderste Front geschickt wird. Weitere 83 Sekunden später jagte der kaum zu haltende Lucas Breault die Scheibe ansatzlos zum 3:2 in die EVP-Maschen. Oft dürften die Gäste seit Wiederbeginn im Dorfener Angriffswirbel bis dahin nicht an der Scheibe gewesen sein.
Drei weitere Pegnitzer Zwei-Minutenstrafen sorgten dafür, dass sich daran nicht viel änderte. Die Eispiraten ließen ihre Gegenspieler kaum mehr zum Luftholen kommen, kombinierten sich in einen Spielrausch. Nur zauberten sie manchmal etwas zu viel und ließen Topmöglichkeiten am Fließband liegen. Rieger im Gäste-Tor wuchs aber auch über sich hinaus. Er brachte sein Team mit dem knappen Rückstand in die zweite Pause.
Aus dieser zurück, dauerte es nicht lange und erneut war es Cramer, der eine Überzahl so scharf zum 4:2-Treffer abschloss, das für viele der Puck erst beim Rückschlag aus dem Tor sichtbar wurde. Mitte dieses letzten Drittels wurde Karabadjakov eine Großtat abverlangt. Im Gegenzug tunnelte Miculka den EVP-Keeper zum 5:2. Eine kurzzeitig doppelte Unterzahl überstanden die Eispiraten auch dank ihres Schlussmanns gegen Furch. In Gefahr war der Sieg aber schon lange nicht mehr!
Tore/Assists: 0:1 (6.) Hochmüller, 0:2 (10.) Schreyer (Furch, Navarra), 1:2 (16.) Miculka (Stach, Krlis / 4-5), 2:2 (21.) Cramer (Stach, Miculka / 5-4), 3:2 (22.) Breaul (Folger, M. Geier), 4:2 (42.) Cramer (Stach, Miculka / 5-4), 5:2 (51.) Miculka (Schroepfer, Stach) – Strafminuten: ESC 16 / ECP 18 – HSR: Artur Bredhauer, Patrick Holler – LSR: Albert Aschenbrenner, Steffen Ohlwein – Zuschauer: 250
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger




