Der ESC Dorfen ist Bayerischer Landesligameister und Aufsteiger in die Bayernliga. Vor über 800 Zuschauern gewannen die Eispiraten gegen die Haßfurt Hawks mit 6:4 (3:1, 2:2, 1:1) auch Spiel 3.
Die erste Belagerung des Haßfurter Tores brachte gleich die 1:0-Führung für Dorfen durch Youngster Fabio Lauffer nach dreieinhalb Minuten. Kapitän Sandro Schroepfer hatte dann die nächste große Möglichkeit, aber Hawks-Keeper Nicolas Hetzel reragierte stark. Effektiv dann dessen Vorderleute, als Adam Zizka mutterseelenallein zum 1:1 draufhalten konnte. Schroepfer bei einem Break und Lukas Miculka am Pfosten lauernd hatten nochmals Treffer auf dem Schläger. Nach 14 Minuten schien den Schiris die Partie zu entgleiten, als Haßfurts Mark Meier für den Check gegen gegen den Kopf von Vaclav Krlis nur zögerlich eine kleine Strafe erhielt, aber noch mehrere Zweier für allerlei Scharmützel folgten.
Die Halle tobte vollends, als Michael Franz nach hartem Check auch noch sehr unglücklich aufkam und einige Minuten auf dem Eis behandelt werden musste. Haßfurts Adam Zizka kassierte nach schier endlosen Diskussionen fünf Strafminuten plus Spieldauer. Zunächst war Dorfen in Unterzahl, da wurde Keeper Marek zum Turm in der Schlacht und kurz vor der Pause wurde die Halle zum Tollhaus. 18 Sekunden waren noch auf der Uhr, da stand Miculka in Überzahl goldrichtig zum 2:1 und bei Spielzeit 19:59 und doppelter Überzahl versenkte Krlis die Scheibe zum 3:1.
Ab Beginn des zweiten Spielabschnitts wurde wieder mehr Eishockey gespielt – und was für eines! Nach 65 Sekunden in Unterzahl durch Strombach, dem hatte Marek den Puck unfreiwillig serviert, und in der 28. Min. durch Jan Zedek (28.) glich Haßfurt aus. Ein begeisternder Schlagabtausch mit beiderseits überragenden Torhütern folgte. Die Eispiraten waren dann einfach kaltschnäuziger. In Überzahl drehte Miculka (34.) die Stach-Vorlage zum 4:3 um den Pfosten. Die letzten Minuten drückte Haßfurt mit aller Macht. Einen starken Pfeil hatten die Eispiraten noch im Köcher und 51 Sekunden vor der Sirene traf Lauffer zum zweiten Mal an diesem Abend zum 5:3.
Eine Zwei-Minutenstrafe nahm Miculka noch mit in die Kabine. Die Unterzahl überstanden die Eispiraten dank des über sich hinauswachsenden Keepers Marek. Noch zwei Hinausstellungen – die Hawks blieben im Schlussdrittel der Kühlbox gänzlich fern – befeuerten das Haßfurter Anrennen immer wieder. Bis dann Breault knapp drei Minuten vor Schluss mit seinem Treffer zum 6:3 die Halle zum Beben brachte. Für die Hawks traf Michael Breyer noch 20 Sekunden vor Schluss.
Statistik:
Tore/Assists: 1:0 (4.) Lauffer (Miculka, Stach), 1:1 (9.) Zizka (Strombach), 2:1 (20.) Miculka (Naar, Stach / 5-4), 3:1 (20.) Krlis (Naar, Stach / 5-4), 3:2 (22.) Strombach (4-5), 3:3 (28.) Zedek (Strombach, Pribyl), 4:3 (34. Miculka (Stach, Breault / 5-4), 5:3 (40.) Lauffer (Miculka), 6:3 (58.) Breault (Stach), 6:4 (60.) Breyer (Adamec, Strombach) – Strafminuten: ESCD 18 – ESCH 14 + 5+20 (Zizka) – HSR: Artur Bredhauer, Steffen Ohlwein – LSR: Franz Huber, Albert Aschenbrenner – Zuschauer: offiziell 762
Verfasser HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger





