Nach ausgeglichenem ersten Spielabschnitt zerlegen die Löwen die Eispiraten
Es war alles gerichtet für dieses Derby zum Auftakt in diese Bayernliga-Saison: eine beeindruckende Kulisse mit über 1000 Zuschauern, der EHC Waldkraiburg mit erstmals komplettem Kader und auch beim ESC Dorfen waren bis auf Michael Franz und Tobi Cramer alle Mann an Bord. Nur schienen einige der lange ausgefallenen Leistungsträger noch bei weitem nicht bei den berühmten Hundert Prozent zu sein, wie sich dann herausstellen sollte. So fertigten die Löwen, die zum zweiten Spielabschnitt wie verwandelt aus der Kabine kamen, die Eispiraten mit 8:1 (1:1, 4:0, 3:0) ab.
Waldkraiburg erkämpfte sich die ersten Spielanteile und waren die Löwen mal im Drittel der Eispiraten, sorgten vor allem die Schüsse von der blauen Linie, vor allem durch Rene Mertz, für Gefahr. Just als das Pendel zu Gunsten der Löwen auszuschlagen schien, enterten die Eispiraten das gegnerische Verteidigungsdrittel. Maximilian Forster spielte quer durch die Box Vaclav Krlis an und der servierte für David Stach zum 1:0 nach gut fünf Minuten. Die Eispiraten waren in Unterzahl, als Thomas Matheson bei seinem Break noch abgedrängt wurde und der nachsetzende Lucas Breault gefoult wurde. Die zwei Strafminuten konnte Waldkraiburg verschmerzen, für den Dorfener Angreifer ging es wenig später nicht mehr weiter. Nach wieder mal einem Knaller von der blauen Linie, diesmal von Forsberg, staubte Andris Dzernins zum Ausgleich ab. Sekunden vor der Pause Raunen auf den Rängen, als Scharfschütze Mertz plötzlich ganz frei an ESC-Keeper Andreas Marek scheiterte.
Hatten bis zur Pause beide Teams ihre Möglichkeiten, so änderte sich dies nach Wiederbeginn gewaltig. Gegen Bartek Bison konnte Marek noch klären, aber als wenig später mit Santeri Ovaska der nächste Löwe frei vor ihm angespielt wurde, führte der EHC 2:1. Keine zwei Minuten später war`s wieder passiert. Trotz Waldkraiburgs fliegenden Wechsel brachte Dorfen die Scheibe nicht aus seinem Drittel und Bison ließ sich zum 3:1 diesmal nicht lange bitten. Noch in derselben Minute die Möglichkeit, heranzukommen, aber Adamec, angespielt von Forster, scheiterte an Keeper Felix Lode.
Christoph Lönnig hatte nach 35 Minuten die Riesenchance, als er allein davonziehend in Torhüter Christoph Lode seinen Meister fand. Ansonsten waren die Löwen Chef im Ring. Als Marek den Puck mal nicht fixieren konnte, staubte Ovaska zum 4:1 ab. Zum 5:1 schloss Kapitän Nico Vogl den nächsten starken Löwen-Angriff ab. Die Löwen marschierten im Schlussdrittel unaufhaltsam weiter. Deren Dreifach-Chance vereitelte noch Marek, der wenig später beim locker herausgespielten sechsten Treffer durch Leon Decker machtlos war. Krlis scheiterte dann mal am EHC-Goalie, ehe die Löwen durch Mikko Haaparanta und Vogl auf 8:1 nachlegten. Vaclav Adamec vergab im Duell mit Lode noch eine Ergebniskosmetik.
EHC Waldkraiburg – ESC Dorfen 8:1 (1:1, 4:0, 3:0)
Tore/Assists: 0:1 Stach (Krlis, Adamec), 1:1 (13.) Dzernins (Forsberg, Haaparanta), 2:1 (25.) Ovaska (Cejka, Maierhofer), 3:1 (27.) Bison (Vogl, Sramek), 4:1 (36.) Ovaska (Forsberg, Dzernins), 5:1 (37.) Vogl (Bison, Kokes), 6:1 (52.) Decker (Ovaska, Cejka), 7:1 (54.) Haaparanta (Dzernins), 8:1 (56.) Vogl (Sramek, Cejka) – Strafminuten: EHC 8 / ESC 4 – HSR: Christoph Ober, Sebastian Alt – LSR: Angelina Holm, Vincent Wunderlich –Zuschauer: 1008
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER / Erdinger-Dorfener Anzeiger





