War es ein Dämpfer zur rechten Zeit?

geretsried n

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Dorfen muss sich im bedeutungslosen Duell mit Geretsried 3:10 geschlagen geben

„Generalprobe misslungen“ oder „die Sinne durch diese Niederlage für die Abstiegsrunde neu geschärft“. Das kann jeder halten wie er will, aber schön war es trotzdem nicht anzusehen,

wie sich die Eispiraten des ESC Dorfen den River Rats aus Geretsried 3:10 (2:1, 0:4, 1:5) geschlagen geben mussten.
Wenn es schon tabellarisch um nichts mehr geht, muss man auch personell nichts riskieren. So wurden beim ESC der frisch gekürte Bayernligaspieler des Monats Dezember, Lukas Miculka, den sein lange lädiertes Knie etwas schmerzte und Torhüter Simon von Fraunberg geschont. Der hatte bereits in Königsbrunn leicht kränkelnd im Tor gestanden, und das mit überragender Leistung. Andreas Tanzer hatte aus privaten Gründen in seine Heimat Garmisch-Partenkirchen fahren müssen und so kam der 19-jährige Andreas Marek aus der U20 wieder mal zu einem Bayernliga-Einsatz. Auf der Bank saß als Backup sein 16-jähriger Bruder Simon. Mit dem erkrankten Timo Borrmann fehlte ein weiterer Stammspieler und nachdem Tomas Vrba noch auf Heimaturlaub war, lief mit Martin Saluga nur ein Kontingentspieler auf.

Nach sieben Minuten sah es so aus, als sollten die Eispiraten ganz locker eine gelungene Generalprobe für die am Freitag auf heimischem Eis gegen Schweinfurt beginnende Abstiegsrunde aufs Parkett legen. Nach einem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden stand es 2:0. Kapitän Andreas Attenberger hatte eine erste Drangphase eiskalt abgeschlossen und nach Florian Mayers Traumpass war Saluga zu seinem Treffer auf und davon gezogen.
Die River Rats zeigten sich unbeeindruckt, scheiterten oft genug an Marek und kamen in der 11. Min. zum Anschlusstreffer durch Stefan Rizzo. Dann die 13. Minute: Geretsrieds tschechischer Topscorer Ondrej Horvath war davongezogen und der von hinten noch zu rettende Johannes Kroner erwischte ihn mit einem Stockschlag so unglücklich, dass sich der Geretsrieder beim Sturz ins Tor schwer verletzte. Schiri Rupert Stenzel hatte sofort einen Penalty angezeigt und nach langen Diskussionen mit seinen Linesmen auch noch auf „5 plus Spieldauer“ für Kroner entschieden. Ein starker Marek sorgte mit dafür, dass die Gäste aus der langen überzahl kein Kapital schlagen konnten.

„Sieben hochkarätige Torchancen haben wir liegen lassen“ musste ESC-Coach Randy Neal zum Ende des zweiten Spielabschnitts seinen Schützlingen ankreiden. Vor allem dem kurzfristig aus Unterfranken zurück gekehrten Lehramtsanwärter Ernst Findeis klebte die Seuche am Schläger. Geretsried machte weniger Fehler – und aus seinen Chancenauch Tore und so ging es für die Eispiraten mit einem 2:5-Rückstand in die zweite Pause.

Aus der wieder zurück gelang Attenberger nach 41 Sekunden sein zweiter Treffer zum 3:5. Geretsried brachte das Strohfeuer schnell zum Erlöschen und schraubte das Resultat auf ein doch aus Dorfener Sicht ernüchterndes 3:10.

Statistik:
Tore/Vorlagen: 1:0 (6.) Attenberger, 2:0 (7.) Saluga (Mayer), 2:1 (11.) St. Rizzo (Horvath, Strobl), 2:2 (28.) Strobl (Reiter), 2:3 (35.) Daniel Merl (Bursch), 2:4 (39.) St. Rizzo (Strobl, Reiter), 2:5 (40.) Dominic Fuchs, 3:5 (41.) Attenberger (Ullmann, Findeis), 3:6 (44.) Reiter (Strobl, St. Rizzo), 3:7 (44.) Klaus Berger (Fuchs, Köhler), 3:8 (51.) Benedikt May (Fuchs, Köhler), 3:9 (59.) Paul Gania (Jorde, Fuchs / 5-4), 3:10 (60.) Berger (May);

Strafminuten: Dorfen 11 + 20 / Gertesried 4; Zuschauer: 240

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