Gewaltig aufdrehende Miesbacher drehen den 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg
Einen großen Kampf lieferten die Eispiraten am Sonntag dem TEV Miesbach, ehe sie sich 3:5 (1:0, 2:1, 0:4) geschlagen geben mussten.
Als Miesbach früh eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis kassierte, schlugen die Eispiraten zu. Maximilian Forster schloss einen schnellen Gegenangriff mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 1:0 ab. Als Dorfen erstmals ein Mann weniger war, aber frech konterte, konnten zwei Miesbacher nach geblocktem Schuss davonziehen. Als sie Keeper Simon von Fraunberg austricksen wollten, vertändelten sie die Scheibe. Hochkarätige Tormöglichkeiten erspielten sich beide Teams im Minutentakt, wobei von Fraunberg schon etwas anspruchsvolleren Aufgaben als sein Gegenüber Timon Ewert zu lösen hatte.
Der war 28 Sekunden nach Wiederbeginn machtlos nach einem Dorfener Konter wie aus dem Lehrbuch. Kevin Schinko stürmte über die linke Seite und seine Hereingabe versenkte Thomas Matheson eiskalt unter die Latte. Drei Minuten später der nächste Konter übe die andere Seite, aber Ewert war gegen Vaclav Adamec auf dem Posten. Sechs Minuten waren in diesem zweiten Drittel gespielt und die Dorfener Volksseele kochte endgültig, als Ole Krüger von hinten einen Miesbacher Stock ins Gesicht bekommen hatte, die Schiris aber nichts ahndeten. Der ESC-Verteidiger musste blutend vom Eis, konnte aber später wieder eingreifen.
Knapp eine Minute später war Dorfen hinten zu offen und Moritz Schlickenrieder konnte unbedrängt auf 1:2 verkürzen. Miesbach geriet dann das zweite Mal in diesem Spiel in Unterzahl und nur 20 Sekunden später zappelte der Puck zum 3:1 im Tornetz der Miesbacher. Diese hatten sich die Eispiraten buchstäblich zu Recht gelegt: David Stach passte auf Adamec, der legte die Scheibe wieder zurück und Stach lochte ein.
Im Schlussdrittel drehte Miesbach gewaltig auf. 29 Sekunden waren gespielt, da traf Vollmayer nur den Pfosten. Es war Halbzeit dieser letzten 20 Minuten als Miesbach mit einem Doppelschlag innerhalb von 57 Sekunden durch Kapitän Vollmayer und Athanasios Fissekis den Rückstand wett machte. Fissekis war dreieinhalb Minuten vor Schluss nicht mehr zu halten und legte für Matej Pekr und dessen Treffer zum 4:3 auf. Als von Fraunberg längst für einen Feldspieler rausgegangen war, scheiterte Adamec an TEV-Keeper Ewert. Pekr machte 13 Sekunden vor Schluss endgültig den Deckel drauf mit seinem Treffer ins verwaiste ESC-Tor.
Tore/Assists: 1:0 (3.) Forster (Franz, Matheson / 5-4), 2:0 (21.), 2:1 (27.) Schlickenrieder (Fissekis, März), 3:1 (29.) Stach (Adamec, Krlis / 5-4), 3:2 (51.) Vollmayer (Schlickenrieder, März), 3:3 (52.) Fissekis (Kuhn, Hopper), 3:4 (57.) Pekr (Fissekis, Vollmayer), 3:5 (60.) Pekr (ENG) – Strafminuten: ESC 6 / TEV 10 – HSR: Benjamin Gasda, Patrick Holler – LSR: Leon Eifertinger, Philipp Jarosch – Zuschauer: 230 fi
Verfasser: Helmut Findelsberger/Erdinger-Dorfener Anzeiger





