Eispiraten: Neues Selbstbewusstsein nach Sieg in Peißenberg

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eispiraten 120Es klingt paradox: Der ESC Dorfen ist auf den letzten Platz der Bayernliga gerutscht, aber die Leistungskurve zeigt bei den Puckjägern wieder nach oben.

Nach einem Sieg (3:2 gegen Landsberg) und zwei Niederlagen in den vergangenen Wochen (in Erding 3:5 sowie zuhause gegen Klostersee 2:5) sorgten die Eispiraten im Spiel am Sonntag beim 4:3 nach Penaltyschießen beim TSV Peißenberg für eine faustdicke Überraschung.
Der Gastgeber der Dorfener hatte im bisherigen Verlauf der Bayernliga-Hauptrunde im eigenen Stadion bisher nur gegen Erding (1:4) und Geretsried (3:8) verloren. Für die „Eishackler“, wie sich die Peißenberger selbst nennen, schien ein Sieg gegen die mit schmalen Kader angereisten Isenstädter fest eingeplant.

Aber das Team des in Peißenberg ansässigen ESC-Cheftrainer Randy Neal verriet bereits in Königsbrunn beim Spielabruch nach dem zweiten Drittel beim Stand von 1:3 deutlichen Formanstieg. Mit der Rückkehr des seit Januar verletzten Ex-Topscorers Lukas Miculka bekam der ESC die Selbstsicherheit zurück. Jedenfalls brachten die 13 Feldspieler – nach der Spieldauerstrafe von Florian Mayer in der 17. Minute waren es sogar nur noch zwölf – und ein erneut glänzender Goalie Simon von Fraunberg mit hoher Laufbereitschaft eine taktisch beeindruckende Leistung auf das Peißenberger Eis.

„Wir haben zunächst das Spiel erfolgreich langsamer mit starker Absicherung nach hinten gemacht, wobei uns der schnelle Treffer in der ersten Minute natürlich entgegen kam“, betonte ESC-Trainer Neal auf der Pressekonferenz. Er verwies auch auf seinen Goalie von Fraunberg, der zwar im ersten Drittel nach seinem ersten Einsatz nach Königsbrunn nach längerer Verletzung ein bisschen Schwierigkeiten gehabt habe, „dann uns allerdings das Spiel gerettet hat“.

Auf die Frage, ob auch Lukas Miculka neuen Wind in das Spiel der Eispiraten gebracht habe, meinte Neal sichtlich erleichtert: „Ja, der Luggi tut uns gut.“ Miculka steuerte in Peißenberg einen Treffer und zwei Assists bei.

Enttäuscht war dagegen TSV-Trainer Rainer Höfler: „Was uns bisher ausgemacht hat, ist die kollektive Leistung. Wir haben heute aber nur zehn Minuten Eishockey gespielt – im zweiten Drittel. Wir haben uns zwar bei zweifacher Unterzahl im Schlussdrittel gut verkauft, aber das war dann schon alles.“

Besser ist die Stimmung in Dorfen. Zuversichtlich zeigt sich Eishockeychef Manfred Detterbeck, der im Clubforum voller Selbstvertrauen meint: „Wir kommen wieder, spätestens in der Abstiegsrunde werden wir nicht mehr ganz hinten stehen.“

Zwei Schlagerspiele stehen nun den Eispiraten ins Haus. Während der ESC am Freitag spielfrei hat, geht es am Sonntag, um 17 Uhr in der Dr.-Rudolf-Halle gegen den EHF Passau. Da wollen sich die Dorfener für die 4:10-Hinspielpleite revanchieren, um anschließend mit den Fans die Christbaumversteigerung zu feiern. Und nach den Weihnachtsfeiertagen steigt das Rückspiel daheim gegen den EHC Waldkraiburg.

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