Erding Gladiators gewinnen mit 8:4 gegen den ESC Dorfen auch das zweite Landkreisderby dieser Saison

Das Landkreisderby bot wieder hochklassiges Eishockey….

.. aber der Ex-Dorfener David Hrazdira war mit vier Treffern im Erdinger Trikot der Spielverderber

Es war beste Werbung für den Eishockeysport im “ausverkauften” Dr.-Rudolf-Stadion. 300 Zuschauer bedeuteten „volles Haus“, denn mehr lassen die Coronaregeln derzeit bei 25 Prozent Stadionauslastung nicht zu. Die Erding Gladiators gewannen mit 8:4 (1:1, 2:1, 5:2) Toren gegen den ESC Dorfen auch das zweite Landkreisderby dieser Saison.

Der nach langer Pause wieder fitte ESC-Kapitän Christian Göttlicher eröffnete ein tolles Derby mit einem Nachschuss knapp am Erdinger Torkreuzeck vorbei. Bei Erding musste Florian Zimmermann nach acht Minuten angeschlagen raus. Dann kam Erik Modlmayer einschussbereit in bester Position nicht an den Querpass. Auf der Gegenseite machte Christoph Schedlbauer gegen den durchbrechenden Tomas Vrba dicht. Eine Michl-Strafzeit war kaum abgelaufen, da konnte Schedlbauer einen Schuss nicht festhalten, und Lukas Kirsch staubte zum 1:0 ab.

Die Eispiraten waren nun Herr im Haus. Göttlicher scheiterte bei einem Break an Schedlbauer, wurde aber auch gefoult, und es gab Penalty, den Vrba aber vergab. Das Festival der Dorfener Einschussmöglichkeiten hielt an bis zur Strafzeit gegen Benedikt Dietrich in der 16. Minute. Jetzt wurde Andreas Marek zum Turm in der Dorfener Abwehrschlacht, und es ging gut. Die Gladiators hatten aber jetzt Oberwasser, und in der 19. Minute schloss David Hrazdira einen regelrechten Belagerungszustand mit dem 1:1 ab.

Erding nahm das Momentum mit in die Kabine und in den zweiten Spielabschnitt. In Überzahl krönte Verteidiger Mark Waldhausen in Mittelstürmerposition ein ganz starkes Powerplay zum 2:1. Die Eispiraten fingen sich, aber Urban Sodja und Maximilian Huber verzweifelten am bärenstarken Schedlbauer. Die kalte Dusche war der zweite Treffer des bis vor kurzem noch im ESC-Trikot stürmenden Hrazdira nach einem tollen Spielzug. Es ging rauf und runter mit atemberaubenden Tempo und einem Chancenübergewicht der Eispiraten. Die brachte Sodja mit einem Glückstreffer durch Freund und Feind zum 2:3 wieder zurück in die Partie. Und die Dorfener schienen nach der Pause daran anknüpfen zu können. 13 Sekunden waren gespielt, da musste Erdings Michl auf die Strafbank, und Kirchs gelang sein zweiter Treffer zum 3:3.

In die Euphorie der jungen Eispiraten hinein zogen die Gladiators zwei Angriffe wie aus dem Lehrbuch auf. Innerhalb von 51 Sekunden brachten Sebastian Busch und Philipp Michl den TSV Erding 5:3 in Front. Es folgten drei Strafzeiten gegen die Gäste, und da versäumten es die Eispiraten, nochmal heranzukommen.

Wieder komplett, sorgten Michl und Hrazdira mit ihren Treffern für die Vorentscheidung. „Nur noch drei“ sangen die Erdinger Fans, aber der nächste Treffer ging auf das Konto der Eispiraten durch Kirsch. 12 Sekunden vor der Schlusssirene traf der Ex-Eispirat Hrazdira zum 8:4 und somit vierten Mal.

Statistik
Tore/Vorlagen: 1:0 (12.) Kirsch (Sodja, Franz), 1:1 (19.) Hrazdira, 1:2 (22.) Waldhausen (Michl, Busch/5-4), 1:3 (32.) Hrazdira (Busch, RukajärvI), 2:3 (37.) Sod-ja (Susanj), 3:3 (42.) Kirsch (Susanj, Franz/5-4), 3:4 (43.) Busch (Michl, Hrazdira), 3:5 (43.) Michl (Rukajärvi), 3:6 (54.) Michl (Busch, Hrazdira), 3:7 (57.) Hrazdira (Michl), 4:7 (58.) Kirsch (Sodja, Susanj), 4:8 (60.) Hrazdira (Busch)
Hauptschiedsrichter: Stefan Velkoski
Strafminuten: ESC 8, TSV 12
Zuschauer: 300

Text: Helmut Findelsberger
Foto: Tina Zeller

Die Pressekonferenz:

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