ESC schlägt sich beim 3:5 in Miesbach wacker

Miesbach TEV50

Miesbach TEV50Verletzung eines Miesbachers trübte diesen Eishockeyabend
Diese Niederlage ist ein absoluter Achtungserfolg

Eine wirklich starke Leistung bot der ESC Dorfen gestern Abend trotz der 3:5 (2:2, 0:3, 1:0)–Niederlage beim TEV Miesbach.

Couragiert setzten sie sich gegen einen der Topfavoriten der Liga diesmal zur Wehr. Im Schlussdrittel rückte das Spiel angesichts einer zunächst schlimm anmutenden Verletzung eines Miesbacher Spielers in den Hintergrund.
Die Verletzungsmisere bei den Eispiraten will kein Ende nehmen. Sandro Schroepfer musste wegen Schulterproblemen passen. Weitere Änderungen gegenüber dem Freitagsspiel: Verteidiger Alexander Rauscher fehlte, dafür war Johannes Kroner zurück und neu im Angriff war der 18-jährige Maximilian Steiner dabei. In die Offensive beordert wurde diesmal auch der 19-jährige etatmäßige Abwehrspieler Sebastian Rappolder. Immerhin gehörten auch wieder zwei Torhüter zum Aufgebot. U20-Keeper Andreas Marek war dabei und der 19-jährige stand auch gleich zwischen den Pfosten. Der 21-jährige Kilian Ober, der am Freitag genug zu leisten hatte, saß diesmal als Backup auf der Bank.
Immerhin dreieinhalb Minuten dauerte es bis zum ersten Miesbacher Treffer durch Michael Grabmeier – am Freitag waren es nur 39 Sekunden gewesen. Die Eispiraten zeigten sich überhaupt nicht geschockt. Ein Überzahlspiel veredelte Verteidiger Florian Ullmann mit seinem ersten Treffer im fünften Spiel zum 1:1. In Unterzahl gelang Florian Brenninger gar das 2:1, aber es dauert nur 53 Sekunden und Miesbachs Verteidiger Sebastian Deml nützte den numerischen Vorteil zum 2:2. Das war der Pausenstand und für die Eispiraten, die sich nicht versteckten, hochverdient.

Sie brachten eine Reststrafzeit mit ins zweite Drittel. 14 Sekunden komplett kassierten sie das 2:3 durch Athanasios Fissekis. Als Christoph Obermaier auf der Sünderbank saß, traf Max Hüsken zum 4:2. Mit einem Solo übers ganze Feld erhöhte Fissekis 73 Sekunden vorm zweiten Pausengang auf 5:2.

Nachdem der ESC ab Mitte des ersten Spielabschnitts sechs Zweiminutenstrafen kassiert hatte und die Hausherren in der Hinsicht etwas nachsichtiger behandelt sah, wendete sich das Blatt ab der 37. Minute. Die Eispiraten konnten aus ihren Überzahlspielen aber kein Kapital schlagen. Dann die Schockminute 48:11, als Miesbachs Sebastian Höck nach einem Zusammenprall regungslos auf dem Eis liegen blieb und das Spiel für fast eine halbe Stunde unterbrochen wurde. 74 Sekunden vor Schluss gelang Martin Saluga in Überzahl das 3:5. Für die Hausherren dürfte in den letzten 12 Minuten mehr die Sorge um ihren Mannschaftskameraden überwogen haben, aber zumindest war der bis zum Abtransport sehr lang auf dem Eis gelegene Spieler dann wieder ansprechbar.

Statistik:
Tore/Vorlagen: 1:0 (4.) Grabmaier (Deml, Frosch), 1:1 (8.) Ullmann (Brenninger, Göttlicher / 5-4), 1:2 (12.) Brenninger (Vrba / 4-5), 2:2 (13.) Deml (Czaika / 5-4), 3:2 (22.), Fissekis (Mechel, Magold), 4:2 (24.) Hüsken (Frosch, Slavicek / 5-4), 5:2 (39.) Fissekis, 5:3 (59.) Saluga (Rosenkranz, Kroner / 5-4);

Hauptschiedsrichter: Marcel Erhardt; LSR: Stephan Benz, Thomas Steinle;

Strafminuten: TEV 12 / ESC 14;

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