Mit Thomas Cheyne Matheson als fünftem Neuzugang lief Bayernliga-Rückkehrer ESC Dorfen am Sonntag zu seinem ersten Testspiel gegen den Landesligisten ERSC Ottobrunn auf. Ein 10:0 (2:0, 3:0, 5:0) – Sieg gegen den klassenniedrigeren Sparringspartner am Ende auf der Anzeigetafel des Dr. Rudolf-Stadions.
Beide Torhüter und 20 Feldspieler kamen zum Einsatz, lediglich der aus Erding gekommene Ex-Landshuter Maximilian Forster fehlte angeschlagen, „sollte aber bis zum Punktspielstart fit sein“, sagt Trainer Tobi Brenninger. Drei Treffer gelangen in Unterzahl durch die Zauberer Lucas Breault (2) und Vaclav Adamec. „Brenninger: „Ich bin ganz zufrieden, es wurde vieles umgesetzt, was wir trainiert haben“.
Kommendes Wochenende wird’s anspruchsvoller mit dem Doppel gegen den Ligakonkurrenten EHC Waldkraiburg am Freitag, 20 Uhr zuhause und Sonntag, 17.15 Uhr in der Waldstadt.
Statistik:
Tore/Assists: 1:0 (8.) Paul Geier, Kevin Schinko), 2:0 (15.) Breault (4-5), 3:0 (21.) Adamec (Jakub Naar), 4:0 (26.) Breault (Sandro Schroepfer / 4-5), 5:0 (33.) Adamec (David Stach, Vaclav Krlis), 6:0 (41.) Fabio Lauffer (Stach, Adamec), 7:0 (44.) Lauffer (Adamec, Krlis), 8:0 (46.) Adamec (Stach, Naar / 5-4), 9:0 (55.) Breault (Schroepfer, Matheson, 10:0 (60.) Adamec (4-5) – Strafminuten: ESC 8 / ERSC 6 – HSR: Andreas Flad, Christoph Ober – Zuschauer: 124
Mit Neuzugang Matheson Personalplanungen abgeschlossen
Der Sportliche Leiter Rainer Geier hatte es vergangene Woche schon angedeutet: „Wir werden wahrscheinlich noch eine Personalie bekanntgeben, aber ansonsten sind unsere Personalplanungen abgeschlossen“. Das Gerücht war die Kreisstraße zwischen Dorfen und Erding schon einige Zeit rauf und runter kursiert, nachdem bekannt geworden war, dass es mit dem deutschen Pass für Thomas Cheyne Matheson noch nichts werden würde. Der 34-jährige Kanadier war für die Gladiators die vergangene Oberliga-Saison und die vorangegangenen zwei Bayernligaspielzeiten aufs Eis gegangen. Jeweils zwei Saisonen bei den Oberligisten Deggendorf und vorher Diez-Limburg waren den drei Jahren in Erding vorausgegangen.
Im Training ist Matheson bei den Eispiraten schon länger dabei. „Wir wollten bis zum Saisonstart mit der Meldung warten und dann verzögerte sich das Ganze nochmal, weil wir vor allem für unseren Social-Media-Beitrag ein Video bzw. Foto warteten“, erklärte Sebastian Gerbl, Eishockey-Abteilungsleiter beim ESC, die Bekanntgabe erst am Samstag, also einen Tag vor dem ersten Testspiel. Gerbl bestätigt: „Als bekannt wurde, dass Matheson in Erding als Spieler ohne deutschen Pass nicht mehr unterkommt und uns Dante Spagnuolo im Juli aus privaten Gründen absagen musste, haben wir uns mit den Erdingern und diese auch mit uns Kontakt aufgenommen“. Gerbl lobt nicht zum ersten Mal „die inzwischen sehr gute Zusammenarbeit mit den Gladiators-Verantwortlichen“. Gerbl: „Die alten Zöpfe sind abgeschnitten“.
Fragen tauchen da natürlich auf: „Wie kann sich der ESC das ganze spielende Personal leisten?“ Gerbl: „Wir haben unser Sponsoring gewaltig ausbauen können, da war der Landesligaabstieg direkt ein Segen für uns, die Spieler haben eine Arbeit, wenn auch nicht jeder gleich in Vollzeit und auch im Stadion haben wir die Werbeeinnahmen enorm steigern können“.
Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger





