Wenigstens ein hart erkämpfter Punkt für die Eispiraten

Wieder reichte dem ESC Dorfen ein Vier-Tore-Vorsprung nicht. Immerhin brachten die arg dezimierten Eispiraten nach großem Kampf einen Zähler mit nach Hause. Und es kam wenigstens nicht zum Deja-Vu zur bitteren Niederlage vor zwei Wochen in Grafing/Klostersee. Im Penaltyschiessen mussten sich die Schützlinge von Trainer Franz Steer  den River Rats des ESC Geretsried 4:5 (4:0, 0:3, 0:1, 0:1) geschlagen geben.

Beide Kontrahenten hatten zuletzt mit Personalproblemen zu kämpfen und folglich Niederlagen und Spielabsagen zu verdauen. „Gegen uns ist Geretsried immer stark besetzt“ unkte Dorfens Sportchef Manfred Detterbeck. Seine Ahnung sollte ihn nicht täuschen: 15 von den ersten 16 Mann der internen Scorerliste liefen auf. Ganz andere die Eispiraten! Da fehlte in dem nur 13 Mann zählenden Feldspieleraufgebot von den Top Ten ein halbes Dutzend.
Dafür gab es gleich Dorfener Torpremieren. In seinem vierten Saisonspiel gelang Kapitän Christian Göttlicher zum 1:0 sein erster Saisontreffer. Zehn Sekunden hätte Geretsrieds Josef Reiter noch auf der Strafbank abzusitzen gehabt, da traf Verteidiger Erik Walter zum 2:0 – ebenfalls Saisonpremiere. Da ließ sich Raphael Steiger in seinem vierten Punktspiel zum 3:0 nicht lumpen. David Hrazdira, 2019/20 aushilfsweise im Geretsrieder Trikot, klaute 50 Sekunden vor der Pausensirene seinen Ex-Kameraden trotz Unterzahl die Scheibe zum 4:0.
Mit Maximilian Freytag für Martin Morczinietz im Tor kamen die Gastgeber aus der Pause. Und sie wurden immer druckvoller. Dennoch dauerte es mehr als die Hälfte dieses Spielab-schnitts, bis sich für Dorfen ein Deja-Vu zum Spiel vor zwei Wochen in Klostersee anzubahnen schien. Mit zu vielen Strafzeiten brachten sie sich ins Hintertreffen. Gasper Susanj noch für 10 Sekunden sowie Christoph Obermaier saßen draußen, als Ondrej Horvath zum 1:4 traf. Mit einem Mann mehr legte Benedikt May das 2:4 nach. Erneut in Unterzahl kam es für Dorf-en noch dicker. Göttlicher musste mit 5-Minutenstrafe plus Spieldauer in die Kabine. Die Zu-satzstrafe folgte mit dem 3:4-Anschlusstreffer durch Josef Reiter.
Bei den Strafzeiten mit beiderseits zwei Minuten verlief das Schlussdrittel ausgeglichen. Ein Treffer gelang nur mehr dem langjährigen Tölzer DEL-Spieler Florian Strobl. Nach torloser fünfminütiger Verlängerung war es dem aus Riessersee gekommen Geretsrieder Topscorer Jakob Heigl vorbehalten, das Penaltyschiessen zu entscheiden. Getroffen hatten bei Geretsried noch Horvath und für Dorfen Hrazdira.

Statistik:

Tore/Vorl.: 0:1 (7.) Göttlicher (Hrazdira, Kirsch), 0:2 (13.) Walter (Kirchs / 5-4), 0:3 (18.) Steiger (Franz), 0:4 (20.) Hrazdira (4-5), 1:4 (33.) Horvath (Reiter / 5-3), 2:4 (34.) May (Englbrecht, Fuchs / 5-4), 3:4 (37.) Reiter (Gania / 5-4), 4:4 (53.) Strobl (Merl)  : HSR: Lars Neelsen;  Strafminuten: ESCG 8 / ESCD 21 + 20; Zuschauer: 128

Text: Helmut Findelsberger
Foto: Tina Zeller

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