Eispiraten trauern um Heino Dugo — ein Nachruf

Die Nachricht löste im Dorfener Eishockeylager große Trauer aus. Der langjährige Mannschaftsführer der Dorfener Bayernligisten Heino Duge verstarb im Alter von 75 Jahren.
Er hatte mit seiner Familie einen Badeausflug nach Lain am Erlensee unternommen. Er verstarb beim Schwimmen nach Lungenembolie und Herzversagen.

Ende der 1980er Jahre hatte sich Duge beim ESC erstmals als ehrenamtlicher Funktionär zur Verfügung gestellt, seitdem war er seinem Verein zu Diensten. Stets mit seiner Seemannsmütze als äußeres Markenzeichen seiner Herkunft, aber auch mit dem Eispiraten-Outfit war der gebürtige Hamburger ein Mannschaftsführer mit Hingabe und Herzblut. Mit seinem ruhigen und ausgeglichenen Naturell war er äußerst beliebt und ein kompetenter wie hilfsbereiter Ansprechpartner für Team, Trainer und Vorstand.

Der begeisterte Hobbyfilmer hielt die wichtigsten Szenen bei nahezu allen Bayernliga-Spielen fest und sorgte damit für wertvolle, audiovisuelle Analysen für Trainer und Mannschaft. Er bereitete die Spielberichte vor, unterstützte die Eismeister und verteilte bei Auswärtsspielen oftmals das Essen für das Team nach den Spielen. Zudem führte er die Scorerlisten und half beim Stadionheft.

Heino Duge war 1985 mit seiner Frau Veronika kurz vor der Geburt des Sohnes Andy nach Dorfen gezogen und bewohnte ein Haus in der Moosener Siedlung. Seine Töchter Melli und Steffie waren da schon auf der Welt. Viel Freude bereiteten ihm auch die Enkelkinder Pia und Odin. Viele Jahre pendelte er mit der Bahn nach München, wo er als Technischer Angestellter bis zur Rente bei der Firma ESG arbeitete. Über zehn Jahre war er auch ein geschätzter Aushilfszusteller für die Heimatzeitung, mit der er am frühen Morgen unterwegs war – auch wenn er am Abend zuvor spät von einem ESC-Auswärtsspiel zurückgekommen war.

Das Ehepaar Duge reiste gern mit dem Wohnmobil, war in halb Europa unterwegs. Im September 2017 ging ihm seine geliebte Frau im Tod voraus. Aber Heino Duge konnte auf seine Kinder bauen, sodass er sich, wie immer, mit Vorliebe bis zuletzt beinahe als „Mädchen für alles“ zuverlässig um die Belange seiner Eispiraten kümmern konnte.

Heino Duge hinterlässt eine große Lücke bei den Eispiraten, wenngleich seine Tochter Steffie schon lange und in letzter Zeit vermehrt auf seinen Spuren engagiert als umsichtige Mannschaftsführerin wandelt.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbestattung findet am Samstag, 17. September, um 11 Uhr in der Aussegnungshalle am Friedhof in Dorfen statt.

Text: Georg Brennauer

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