Der EHC Klostersee dreht dank seines kanadischen Topscorers einen 0:4-Rückstand

Lynnden Pastachak verhinderte eine Überraschungscoup der Eispiraten

Personell arg gehandicapt musste sich der ESC Dorfen gestern Abend in der Grafinger „Scheune“ 4:5 (3:0, 1:3, 0:2) geschlagen geben. Selbst eine 4:0-Führung reichte den Eispiraten gegen den EHC „Pastachak“ Klostersee nicht.

Noch mehr Tiefschläge, als die Eispiraten in personeller Hinsicht bis zur Abfahrt nach Grafing einstecken mussten, gehen kaum. 14 Feldspieler und nur Luca Endres als Torhüter bildeten den Kader. An der Bande stand mit Tobias Brenninger der Trainer der 1b-Mannschaft. Er war der Ersatz für den Ersatz! Der letzten Sonntag für den erkrankten Cheftrainer Franz Steer eingesprungene U20-Trainer Jan Smolko musste auch erkrankt passen.

Klostersee, nach dreiwöchiger Corona bedingter Pause seit vergangenem Wochenende wieder im Spielbetrieb, war nahezu komplett mit immer noch neun ehemaligen Oberligaspielern. Unter solchen Voraussetzungen konnten die Eispiraten nur überraschen und am besten den Favoriten überrumpeln.

Mit einem Doppelschlag schossen Benedikt Dietrich und Maximilian Steiner eine 2:0-Führung heraus. Der nächste Doppelschlag waren zwei Strafzeiten gegen Dietrich und Gasper Susanj, wurde aber schadlos weggesteckt. Die erste Überzahl münzte dafür Florian Fischer zum 3:0 um, worauf bei Klostersee Philipp Hähl im Tor Dominik Gräubig ablöste.

Auf sage und schreibe 4:0 erhöhte David Hrazdira nach 7 Minuten des zweiten Spielabschnitts. Klostersse war noch lange nicht geschlagen und Ligatopscorer Lynnden Pastachak setzte mit dem Überzahltreffer zum 1:4 das Signal zur Aufholjagd. Zusammen mit Dorfens Lönnig zwischendurch auf der Strafbank ging auch der nächste Überzahltreffer wieder auf sein Konto. Verhängnisvoll aus Dorfener Sicht die Schlussphase dieses zweiten Spielabschnitts. Nach wüster Keilerei gab’s gegen Matthias Baumhackl vom EHC und Dorfens Philipp Schuhmann „5 plus Spieldauer“ und für Dietrich zum Fünfer eine Matchstrafe.

50 Sekunden vor der Pause machte Pastachak seinen Hattrick voll und 51 Sekunden nach Wiederbeginn war alles auf Gleichstand, mal nicht durch den Kanadier, sondern durch Florian Gaschke und von Dietrichs Strafzeit waren noch zweieinhalb Minuten auf der Uhr. Die wurden überstanden. Gut drei Minuten vor Schluss war es passiert und Torschütze zum 5:4 war natürlich Pastachak.

Statistik:

Tore/Vorl.: 0:1 (4.) Dietrich (Hrazdira), 0:2 (5.) Steiner (Hrazdira, Susanj), 0:3 (17.) Fischer (Vrba, Susanj / 5-4), 0:4 (28.) Hrazdira (Vrba), 1:4 (31.) Pastachak (N. Quinlain / 5-4), 2:4 (38.) Pastachak (N. Quinlain / 5-4), 3:4 (40.) Pastachak (Gaschke, N. Quinlain / 5-4), 4:4 (42.) Gaschke (Kaefer, N. Quinlain/ 5-4), 5:4 (57.) Pastachak (Gaschke);
HSR: Rupert Stenzel;
Strafminuten: EHC 6 + 5 + 20 / ESC 14 + 5 + 20 + 5 + 20;
Zuschauer: 263

Text: Helmut Findelsberger
Foto: Torsten Fengler (Archiv)

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