Eispiraten melden sich eindrucksvoll zurück – In einem Kampfspiel in Reinkultur wurde Amberg bezwungen

Verfasser: HELMUT FINDELSBERGER/Erdinger-Dorfener Anzeiger

Gekämpft bis zum Umfallen, ein überragender Torhüter und drei Powerplaytreffer! Bestens erholt von der Derby-Schlappe am Freitag in Erding besiegte der ESC Dorfen am Sonntagabend den ERSC Amberg mit 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung vor annähernd 300 Zuschauern. Offiziell waren es 182 gewesen, aber ein Freikartenaktion für Nachwuchsmannschaften mit Eltern hatten das Dr. Rudolf-Stadion sehr gut gefüllt.

Ohne den gesperrten Christof Hradek und den erkrankten Tomas Vrba ging der ESC in die Partie. Eine Strafzeit überstanden die Eispiraten, nachdem Torhüter Max Englbrecht gegen die beiden Kevins, Lavallee und Schmitt, auf dem Posten war. Wieder komplett, tankte sich Kapitän Sandro Schroepfer durch und zirkelte die Scheibe ins Kreuzeck zum 1:0. Nur acht Sekunden dauerte es bis zu einem, wieder mal, typischen ESC-Gegentreffer.  Es bleibt das Geheimnis der Dorfener Defensive, wie Brendan Walkom nach dem Bully allein auf weiter Flur davonziehen konnte. Mit viel Dusel brachte er den Puck irgendwie unter Englbrecht hindurch über die Linie. Es folgte dann ein Schlagabtausch ohne die ganz großen Kracher, aber langweilig war dieses Spiel in keiner Phase. Dann die erste Strafzeit gegen die Wild Lions und Florian Brenninger brachte das zweitbeste Überzahlteam mit einem Schuss durch Freund und Feind hindurch wieder in Front. Erneut marschierte ein Amberger in die Kühlbox und viele aus dem Dorfener Lager hatten schon den Torschrei auf den Lippen, doch Ambergs Keeper Timon Bätge brachte mit einem Wahnsinns-Spagat die Schlittschuhspitze noch in einen Schuss von Thomas Rott.

Vier Minuten nach Wiederbeginn Glück für Dorfen. Wie auf dem Präsentierteller liegt die Scheibe nach einem Tohuwabohu vor dem Tor auf oder knapp vor der Linie, bis sie ein Verteidiger weg befördert. Eine Minute später war es passiert mit Lavallees Treffer zum 3:3. Nicht jede Strafzeit kann in einem Treffer münden. Als aber zum zweiten Mal seit Wiederbeginn erneut ein Amberger raus musste, war`s wieder soweit. Bestens postiert konnte Folger gar nicht anders: 3:2 nach gut 31 Minuten. Der Rest dieses Spielabschnitts war nichts für schwache Nerven, vor allem für die der Dorfener Fans. Alexander Spielvogel kassierte zwei plus zwei Strafminuten. Sein erster Zweier war abgelaufen, da musste auch noch Pastachak raus. Wie ein Berserker verteidigte Englbrecht sein Heiligtum, seine Vorderleute behielten kühlen Kopf und so wurde der Vorsprung in die Pause gerettet.

Die knappe Führung hielt bis gut fünf Minuten vor Schluss, da nützte Lavallee eine Überzahl zu seinem zweiten Treffer. Es blieb nervenaufreibend bei einer erneuten ESC-Strafzeit für die restlichen zwei Spielminuten. In die Overtime nahm Amberg einen „Zweier“ mit. 56 Sekunden Belagerungszustand des Amberger Heiligtums, dann konnte Michal Popelka zum 4:3 einlochen.

Statistik:

Tore/Assists: 1:0 (6.) Schroepfer (Maierhofer, Rott), 1:1 (6.) Walkom, 2:1 (17.) Brenninger (Pastachak, Popelka / 5-4), 2:2 (26.) Lavallee (Walkom, Boucher), 3:2 (32.) Folger (Popelka, Brenninger / 5-4), 3:3 (55.), 4:3 (61.) Popelka (Folger, Brenninger / 4-3) – Zuschauer: 182 – HSR: Nico Henseleit, Rupert Stenzel –   Strafminuten: ESC 12/ERSC 12

 

 

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