Eispiraten müssen sich den Mighty Dogs 4:7 geschlagen geben

Das Aufbäumen kam erst mit dem 1:5-Rückstand

Nicht zuletzt auf Grund eines ganz schwachen Auftritts in den ersten zwanzig Minuten mussten sich die ESC-Eispiraten am Sonntagabend den Mighty Dogs aus Schweinfurt 4:7 (1:4, 2:1, 1:2) geschlagen geben.

Der 18-jährige Reik Walter war für Florian Hartl (20) in die Verteidigung gerückt, ansonsten war es dasselbe Dorfener Aufgebot wie am Freitag in Pfaffenhofen. Nur der Gegner war ein anderes Kaliber. Die Unterfranken, am Freitag 4:3-Sieger gegen Ulm, waren top besetzt angereist und verständlicherweise auf Wiedergutmachung aus für die 2:4-Heimniederlage gegen die Eispiraten vor vier Wochen.

Den besseren Start erwischte Dorfen. Lukas Kirsch hielt einfach mal drauf und prompt schlug es am verdutzten Benedict Roßberg vorbei zum 1:0 ein. Keine Minute später ließ Schweinfurts kanadischer Topscorer Dylan Hood erstmals seine Klasse aufblitzen, als er nicht konsequent gestört wurde und Andreas Marek im ESC-Tor austrickste. Es folgte zunächst ein offener Schlagabtausch mit guten Möglichkeiten von Urban Sodja und Sandro Schroepfer.

Ganz schludrig waren die ESC-Verteidiger hinter ihrem Tor zu Werke gegangen beim Treffer von Joshua Bourne. 49 Sekunden später war Hood mit einem ansatzlosen Schlenzer wieder an der Reihe. Ein weiteres Mittel der Gäste waren an diesem Abend ihre verdeckten Schüsse aus allen Lagen. So einer führte wieder keine zwei Minuten später abgefälscht von Jonas Manger zum 4:1. Erst in der Schlussphase dieses aus Dorfener Sicht furchtbar schlechten ersten Drittels sorgten Tomas Vrba, Sodja, Gaspr Susanj und nochmals Vrba für Betrieb vor dem Gäste-Tor.

Die erste hochkarätige Tormöglichkeit nach Wiederbeginn hatte Christoph Lönnig, der schoos aber in bester Position nur den Torhüter an. Drei Minuten später zappelte der Puck wieder in den ESC-Maschen. Der Torschütze war erneut Hood und ins Dorfener Tor kam Luca Endres für Marek. Der Torhüter muss ja meistens herhalten für die lasche Spielweise seiner Vorderleute. Durch die ging jetzt doch ein Ruck. Sodja schloss ein starkes Powerplay zum 2:5 ab – Schweinfurts Manger saß genau neun Sekunden draußen.

Der Spielverlauf ging immer mehr in Richtung Schweinfurter Heiligtum. Dieses hütete seit Wiederbeginn Leon Pöhlmann. Der 19-jährige blieb Sieger gegen Schroepfer und Kirsch. Machtlos war er beim nächsten Eispiratentreffer, den Christian Göttlicher nach Klasse Diagonalpass von Simon Franz einlochte. Turbulente Szenen bei einer weiteren Gästestrafzeit, aber Pöhlmann rettete deren Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.

Aber die Messe war noch nicht gelesen. Es ging auch im Schlussdrittel weiter fast nur Richtung Gäste-Tor. Millimeterarbeit war es, wie der Schuss von Vrba zum Anschlusstreffer einschlug. Die Eispiraten vergaben dann zu viele Torchancen. Als Alexander Asmus plötzlich vor Endres auftauchte, blieb der Sieger. Der Schweinfurter kam jedoch 28 Sekunden später per Nachschuss doch zu seinem Treffer, als Endres die Scheibe einfach nicht fixieren konnte. Gut eine Minute vor Schluss ging Endres  für einen zusätzlichen Feldspieler aus dem Tor. Es brachte nichts mehr. Im Gegenteil, 24 Sekunden vor Schluss hatte Simjon Bär so keine Mühe zum 7:4.

Statistik:

Tore/Vorlagen: 1:0 (3.) Kirsch (R. Walter), 1:1 (4.) Hood, 1:2 (10.) Bourne (Asmus), 1:3 (11.) Hood (Masel), 1:4 (13.) Manger (Asmus), 1:5 (24.) Hood (Melchior), 2:5 (27.) Sodja (Vrba, Susanj / 5-4), 3:5 (32.) Göttlicher (Franz, Schroepfer),  4:5 (48.) Vrba (Kirsch, Sodja), 4:6 (56.) Asmus (Schlick, Bourne), 4:7 (60.) Bär (Asmus / ENG.) Hauptschiedsrichter: Rupert Stenzel, Florian Meineke; Strafminuten: ESC 2 / ERV 6;   Zuschauer: 110

 

Autor: HELMUT FINDELSBERGER / Erdinger – Dorfener Anzeiger
Foto: Tina Zeller / Torsten Fengler

Impressionen vom Spiel

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