Schwierige Zeiten für den Vereinssport

Schwierige Zeiten für den Vereinssport während des Lockdowns

Wie hat es unsere Eiskunstläufer und -läuferinnen getroffen?

Genau für die erste Woche des Lockdowns war unser zweites Herbstcamp auf eigenem Eis und in unserem eigenen Stadion geplant, mit neuen Ideen und unterhaltsamen Programmpunkten. Gezieltes Training für Verbesserungen und Anpassungen der Küren an neue Wettbewerbskategorien und an höhere Kürklassen, selbstverständlich intensives Training und Vorbereitung für das im November anstehende Klassenlaufen waren im Programm, aber auch Eistanz und tänzerischer Ausdruck auf dem Eis mit unserer Choreografin Vitale V. Vaugin hätten wir angeboten, da wir nicht jeden Tag die Möglichkeit haben, Gasttrainer einzuladen, die den Kindern mal ganz andere Möglichkeiten auf dem Eis aufzeigen.

Der Lockdown hat alle unsere Pläne sehr unerwartet über den Haufen geworfen. Regionale Wettkämpfe, wie die Schanzer Pirouette, aber auch die Bayerischen Nachwuchsmeisterschaften wurden abgesagt, sowie auch die Klassenlaufprüfungen im November. Für manche unserer Kinder ist es bereits das zweite Mal, dass sie nicht zu den Prüfungen antreten konnten.

Das ist sehr traurig und bitter, wenn man zuvor viele Stunden dafür trainiert hat und kurz vor den Prüfungen ein sehr gutes Trainingsniveau erreicht hat, auf dem alle Elemente sitzen und die Chancen zu bestehen sehr aussichtsreich sind.

Trotzdem haben wir es noch auf die Schnelle geschafft, wenigstens ein Schnuppertraining am 1. November auf die Beine zu stellen, um die Lust auf ein nächstes Camp anzufachen. Am Sonntag, den 1. November, nur Stunden vor dem Lockdown, sind ein paar Kinder früh aufgestanden und haben zu verschiedenen Rhythmen auf dem Eis getanzt. „Es war sehr lustig“, sagte Enrique, „wir sind voll und ganz dafür, so etwas auch OFF Eis zu machen“, erklärten die Böhm-Schwestern. Sogar Magdalena, die kleinste von ihnen, die parallel trainiert hatte, wünschte sich die Möglichkeit, nächstes Mal daran teilzunehmen. Wir hoffen, dass wir im Februar ein Camp in den Faschingsferien abhalten können und Vitale uns dann wieder zur Verfügung stehen wird.

Anfang November war die Stimmung in der Abteilung traurig und am Boden. Nach so vielen abgesagten Plänen und Veranstaltungen haben sich Frust und Müdigkeit breit gemacht.

Nach einer kurzen Pause des Durchatmens haben wir mit viel Teamgeist erneut unsere Kräfte mobilisiert und die Möglichkeit geschaffen, Athletik, Sprungtraining und Stretching online anzubieten. Natürlich ist gemeinsames Training in der Halle produktiver und schöner, aber man darf nicht aufgeben und muss die gute Kondition für den Dezember oder die nächsten Monate halten. Wer weiß was uns die Zukunft bringen wird.

Wir hoffen inständig, dass wir diese Saison nochmal auf das Eis kommen.

Für Ballett ist die Situation nicht so einfach, wir vermuten, es wird mindestens noch einen Monat dauern, bis wir wieder unter bestimmten, streng begrenzten Bedingungen in dieser Saison nochmal Ballett anbieten können.

Geschrieben: Maren Traut und Maria Eugenia Díaz

Fotos: Maria Eugenia Díaz

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